# Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten: Was ist das?

> Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten: was du damit darfst und was nicht, welche Voraussetzungen gelten, was du lernst und wer im Betrieb die Verantwortung trägt.

Adresse: https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/elektrofachkraft-festgelegte-taetigkeiten
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

Die Antwort in Kürze

Eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten darf nach dem DGUV Grundsatz 303-001 gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten an Betriebsmitteln ausführen, die der Unternehmer in einer Arbeitsanweisung festgelegt hat, und im Handwerk dauert die Grundausbildung mindestens 80 Stunden.[1] Nach dem Merkblatt des Bildungszentrums njumii der Handwerkskammer Dresden wird dabei grundsätzlich nur im freigeschalteten Zustand gearbeitet.[2]

## Warum es diese Qualifikation gibt

Die Handwerksordnung erlaubt Handwerksbetrieben nach dem Grundsatz 303-001, Arbeiten aus anderen Gewerken auszuführen, wenn sie mit dem eigenen Gewerk zusammenhängen oder es wirtschaftlich ergänzen.[1] Arbeiten an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln sind aber Elektrofachkräften vorbehalten oder müssen unter deren Leitung und Aufsicht laufen, und für diese Lücke wurde der Begriff der [Elektrofachkraft](https://www.stmb24.de/elektroinstallation) für festgelegte Tätigkeiten geschaffen.[1] Auch in Betrieben außerhalb des Handwerks fallen nach dem Grundsatz bei Inbetriebnahme, Instandhaltung und Kundendienst elektrotechnische Tätigkeiten an, die zunehmend von Nichtelektrikern erledigt werden.[1]

Damit können Betriebe nach dem IHK-Bildungshaus der IHK Region Stuttgart Beschäftigte aus anderen Gewerken, etwa [Tischler](https://www.stmb24.de/fenster-und-tueren), SHK-Fachkräfte oder Mechatroniker, für klar definierte, sich wiederholende Elektrotätigkeiten qualifizieren.[3] Eine Elektrofachkraft im vollen Sinn darf dagegen selbstständig elektrotechnische Arbeiten durchführen, prüfen und überwachen, und das setzt nach dem Bildungshaus eine fachliche Ausbildung im Bereich Elektrotechnik voraus.[3]

## Was du darfst und was nicht

Typische Einsatzbereiche sind nach der DGWZ der Anschluss von Herd, Kochfeld und Beleuchtung bei der [Küchenmontage](https://www.stmb24.de/kuechenmontagen), der Anschluss von Heizungspumpen, Klimageräten oder Lüftungsanlagen in Sanitär, Heizung und Klima und der Anschluss von Rohrmotoren im Rollladenbau.[4] Neue Leitungen vom Sicherungskasten zu verlegen oder neue elektrische Anlagen zu errichten, gehört dort ausdrücklich nicht dazu, es geht um das Anschließen, Austauschen oder Warten von Betriebsmitteln im Rahmen des Hauptberufs.[4]

Die Arbeiten laufen nach dem njumii-Merkblatt nach einer schriftlichen Arbeitsanweisung, die der Unternehmer auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung erstellt.[2] Von der elektrotechnisch unterwiesenen Person unterscheidet sich die Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten nach der DGWZ dadurch, dass sie in ihrem Bereich eigenverantwortlich arbeitet und auch Anschlüsse herstellen und Messungen zur Inbetriebnahme durchführen darf.[4]

## Voraussetzungen und Ausbildung

Voraussetzung ist nach dem Grundsatz 303-001 eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine gleichwertige berufliche Tätigkeit, die sich durch eine elektrotechnische Zusatzausbildung ergänzen lässt.[1] Die Grundausbildung im Handwerk umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil, und der praktische Teil findet an den Betriebsmitteln statt, um die es später geht.[1] Eine eigene Elektrofirma gründen kannst du damit nicht, denn für das Elektrotechnikerhandwerk gilt die [Meisterpflicht](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/meisterpflicht-welche-gewerke-zulassungspflichtig).

Lässt sich in der Grundausbildung nicht alles Betriebsbezogene vermitteln, kommt eine betriebliche Fachausbildung dazu, deren Dauer vom Umfang und Schwierigkeitsgrad der Tätigkeiten abhängt.[1] Durchgeführt wird die Ausbildung von fachlich qualifizierten Personen, zum Beispiel Meistern in einem elektrotechnischen Beruf, und einschlägige Erfahrung in der Berufsausbildung ist nach dem Grundsatz wünschenswert.[1] Die Grundlage für die Grundausbildung bildet nach dem njumii-Merkblatt der Grundsatz 303-001.[2] Für die Industrie ist nach dem njumii-Merkblatt eine längere Ausbildungsdauer vorgesehen als im Handwerk.[2]

## Was du lernst

Der Ausbildungsplan für das Handwerk im Anhang des Grundsatzes reicht von den Grundlagen der Elektrotechnik wie Spannung, Strom und ohmschem Gesetz über die Gefahren des elektrischen Stroms für Menschen und Tiere bis zu Schutzmaßnahmen gegen direktes und bei indirektem Berühren.[1] Dazu kommen die Prüfung der Schutzmaßnahmen, Geräteprüfungen, die fünf Sicherheitsregeln, Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom und Fragen der Fach- und Führungsverantwortung.[1] Dazu gehört etwa, die Auslösung eines [FI-Schutzschalters](https://www.stmb24.de/themen/fi-schutzschalter) zu prüfen, bevor ein neu angeschlossenes Gerät in Betrieb geht.

Zum betriebsspezifischen Teil gehören nach dem Plan Leitungen und Kabel mit ihrer Kennzeichnung, die Absicherung und Zuordnung der Leitungsquerschnitte und fachgerechte elektrische Verbindungen.[1] Am Ende steht eine Prüfung in Theorie und Praxis, und das Zertifikat nennt die Tätigkeiten, die Gegenstand der Ausbildung waren.[1] Wer mehr will, braucht eine Ausbildung im Elektrohandwerk und kann danach [Meister oder Techniker werden](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/meister-oder-techniker-werden-aufstiegs-bafoeg).

Wie eine Bestellung aussehen kann, zeigt das Muster im njumii-Merkblatt: Erlaubt sind dort etwa das Inbetriebnehmen einschließlich der Prüfungen, das Freischalten und Absichern einzelner Anlagenteile nach den fünf Sicherheitsregeln und der Austausch von Schaltgeräten und Sensoren, Arbeiten unter Spannung dagegen nicht.[2]

## Bestellung und Verantwortung

Beauftragt werden darf eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten nach dem njumii-Merkblatt nur mit Arbeiten, für die eine Ausbildung nachgewiesen ist, und die Beauftragung erfolgt schriftlich mit Benennung der Tätigkeiten.[2] Die Pflicht zur Unterweisung nach DGUV Vorschrift 1 bleibt bestehen, und werden die Tätigkeiten erweitert, sorgt der Unternehmer für die ergänzende Ausbildung.[2]

Der Unternehmer bestimmt, in welchem Umfang an elektrischen Anlagen gearbeitet wird, und trägt die Verantwortung für Auswahl, Beaufsichtigung und Weiterbildung.[2] Kann er das fachlich nicht, muss eine verantwortliche Elektrofachkraft den Einsatz organisieren, begleiten und kontrollieren.[2] Auch das IHK-Bildungshaus betont, dass die Qualifikation nur für die im Betrieb festgelegten Tätigkeiten gilt und durch eine betriebliche Bestellung ergänzt werden muss.[3]

## Was das für dich heißt

Das Zertifikat selbst läuft nach der DGWZ nicht ab, die Fachkunde muss aber aktuell bleiben, und dazu gehört die jährliche Sicherheitsunterweisung durch den Betrieb.[4] Wer außerhalb seines festgelegten Bereichs oder [grob fahrlässig](https://www.stmb24.de/themen/grobe-fahrlaessigkeit) arbeitet, kann nach der DGWZ persönlich haftbar gemacht werden, und auch der Arbeitgeber haftet, wenn er nicht ordnungsgemäß bestellt oder unterwiesen hat.[4]

Für Gesellen in Sanitär, Heizung oder im Ausbau kann die Qualifikation ein sinnvoller nächster Schritt sein, wenn im Betrieb immer wieder dieselben Anschlüsse anfallen. Reizt dich so eine Zusatzqualifikation, erzähl uns davon in deiner Bewerbung.

## Häufige Fragen

### Darf ich als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten neue Leitungen verlegen?

Nein. Das Verlegen neuer Leitungen vom Sicherungskasten gehört nach der DGWZ nicht zu den festgelegten Tätigkeiten.[4]

### Wie lange dauert die Ausbildung?

Im Handwerk mindestens 80 Stunden Grundausbildung nach dem DGUV Grundsatz 303-001, dazu je nach Tätigkeit eine betriebliche Fachausbildung.[1]

Klingt nach deinem Beruf?

Die Kurzbewerbung dauert drei Minuten: Name, Kontakt, fertig. Kein Anschreiben nötig.

[Zu den offenen Stellen](https://www.stmb24.de/jobs)
Belege

## Quellen

1. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): [DGUV Grundsatz 303-001: Ausbildungskriterien für festgelegte Tätigkeiten](https://medien.bgetem.de/medienportal/artikel/MzAzLTAwMQ--/@@download/download). Vorbemerkung, Abschnitte 1 bis 3 und 5, Anhang 1. Abgerufen am 06.10.2026.
2. njumii, Bildungszentrum des Handwerks der Handwerkskammer Dresden: [Merkblatt Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten](https://www.njumii.de/fileadmin/user_upload/mb/njumii/Kurs/Dokumente/Merkblatt_EFFT-Elektrofachkraft-fuer-festgelegte-Taetigkeiten_12003.pdf). Abschnitte 1.2 bis 1.5. Abgerufen am 06.10.2026.
3. IHK-Bildungshaus der IHK Region Stuttgart: [Elektrofachkraft und DGUV Vorschrift 3: Fragen und Antworten](https://www.ihk.de/ihk-bildungshaus/technische-weiterbildung/elektrofachkraft/dguv-6694166). Abschnitt Ausbildungswege und Weiterbildungen. Abgerufen am 06.10.2026.
4. DGWZ: [Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)](https://www.dgwz.de/themen/arbeitsschutz-betriebssicherheit/elektrofachkraft-fuer-festgelegte-taetigkeiten-efkfft-dguv-grundsatz-303-001). Abschnitte Einsatzbereiche und FAQ. Abgerufen am 06.10.2026.

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