# Schadenmanager im Sanierungsbetrieb: Aufgaben und Ausbildung

> Schadenmanager im Sanierungsbetrieb: wie du zwischen Kunde, Versicherer und Baustelle vermittelst, was der Versicherer verlangen darf und welche Ausbildung passt.

Adresse: https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/schadenmanager-im-sanierungsbetrieb-aufgaben-und-ausbildung
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

Die Antwort in Kürze

Als Schadenmanager hältst du im Sanierungsbetrieb die Fäden zwischen Kunde, Versicherer, Gutachter und Baustelle zusammen. Du sammelst Unterlagen, schreibst Kostenvoranschläge und Berichte und behältst Fristen im Blick. Einen passenden Einstieg bietet die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen; sie dauert 36 Monate, und zum Profil gehört ausdrücklich das Regulieren von Versicherungsfällen.[1]

## Zwischen Baustelle und Versicherung

Ein Wasserschaden erzeugt Papier: [Schadenmeldung](https://www.stmb24.de/schadenwissen/versicherung/schaden-melden-welche-fristen-und-pflichten), Fotos, Messprotokolle, Kostenvoranschläge, Rechnungen, Schriftwechsel. Als Schadenmanager sorgst du dafür, dass diese Unterlagen vollständig und rechtzeitig dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Du bist erste Anlaufstelle für Sachbearbeiter der Versicherer und für Gutachter, und du übersetzt zwischen Baustelle und Büro. Oft sind mehrere Versicherer beteiligt, etwa die Gebäudeversicherung des Eigentümers, die [Hausratversicherung](https://www.stmb24.de/themen/hausratversicherung) des Mieters und die Haftpflichtversicherung dessen, der den Schaden verursacht hat.

Dabei arbeitest du eng mit den Technikern zusammen. Sie liefern Messwerte und Fotos, du machst daraus eine nachvollziehbare Darstellung: was passiert ist, was getan wurde, was noch fehlt und was es kostet. Je klarer diese Darstellung ist, desto weniger Rückfragen kommen und desto schneller wird bezahlt.

## Ein Fall vom ersten Anruf bis zur Schlussrechnung

Ein typischer Ablauf beginnt mit dem Anruf des Kunden. Du nimmst die Daten auf: Anschrift, Ansprechpartner, Versicherer, Versicherungsnummer und, sobald vorhanden, die Schadennummer. Nach dem ersten Einsatz bekommst du von den Technikern Fotos, Messwerte und die Beschreibung der [Sofortmaßnahmen](https://www.stmb24.de/sofortmassnahmen).

Daraus entstehen ein erster Bericht und der [Kostenvoranschlag](https://www.stmb24.de/themen/kostenvoranschlag) für die Sanierung. Will der Versicherer einen Gutachter schicken, stimmst du den Termin ab und sorgst dafür, dass jemand aus dem Betrieb vor Ort ist. Während der Arbeiten hältst du Kunde und Versicherer auf dem Laufenden, bei größeren Schäden stimmst du Zwischenrechnungen ab, und am Ende stellst du die Schlussdokumentation mit der Rechnung zusammen.

## Was der Versicherer verlangen darf

Wie weit die Mitwirkung reicht, regelt das Versicherungsvertragsgesetz: Der Versicherer darf alle Auskünfte fordern, ohne die er Schaden und Leistungspflicht nicht beurteilen kann, Belege aber nur, wenn ihre Beschaffung dem Kunden zumutbar ist.[2] Hier liegt ein großer Teil deiner Arbeit: Fragen werden schnell und vollständig beantwortet, damit nichts liegen bleibt.

Fällig sind Geldleistungen des Versicherers mit der Beendigung der nötigen Erhebungen, und dauern diese länger als einen Monat seit der Anzeige, steht dem Versicherungsnehmer eine [Abschlagszahlung](https://www.stmb24.de/schadenwissen/versicherung/wie-lange-darf-die-versicherung-pruefen) in Höhe des Betrags zu, den der Versicherer voraussichtlich mindestens zahlen muss.[2] Diese Frist ist gehemmt, solange die Erhebungen durch ein Verschulden des Versicherungsnehmers nicht beendet werden können.[2] Vollständige Unterlagen sind also auch eine Frage des Geldes.

## Was gute Unterlagen ausmacht

Ein Sachbearbeiter beim Versicherer kennt den Schaden meist nur aus den Unterlagen. Eine lückenlose [Schadendokumentation](https://www.stmb24.de/dokumentation) ersetzt ihm den Blick vor Ort. Deine Unterlagen müssen ihn deshalb selbst erklären:

- Fotos vor, während und nach den Arbeiten, mit Datum
- Messprotokolle mit Messpunkten auf einer Skizze
- ein Aufmaß, aus dem sich die abgerechneten Mengen ergeben
- Positionen, die nach Gewerken getrennt und verständlich beschrieben sind
- eine kurze Begründung, wenn vom ursprünglichen Konzept abgewichen wurde

Kürzt ein Versicherer Positionen, prüfst du die Begründung, holst eine Stellungnahme aus der Technik ein und antwortest sachlich mit Belegen. Ob der Kunde weitere Schritte geht, etwa eine Schlichtung oder einen [eigenen Gutachter](https://www.stmb24.de/schadenwissen/versicherung/eigenen-gutachter-beauftragen-wann-lohnt-sich-das), entscheidet er selbst; du lieferst ihm die Unterlagen dafür.

Ordne die Unterlagen von Anfang an nach Schadennummer, damit jeder im Büro sie findet. Mit Daten von Kunden gehst du vertraulich um. Was du über einen Haushalt erfährst, bleibt im Betrieb und geht nur an die Stellen, die es für den Schaden brauchen.

## Ausbildung: Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen

Die Ausbildung dauert nach dem Bundesinstitut für Berufsbildung 36 Monate, zuständig sind die Industrie- und Handelskammern, und Grundlage ist die Ausbildungsverordnung vom 02.03.2022.[1] Neben Beratung und Angeboten nennt das Berufsprofil das Regulieren von Versicherungsfällen, und als vertiefte Qualifikation lässt sich unter anderem das Versicherungsfallmanagement wählen.[1] Die meisten Absolventen arbeiten bei Versicherern, Vermittlern oder Maklern, das Wissen hilft aber genauso auf der anderen Seite des Tisches, im Sanierungsbetrieb. Du lernst dort, wie Versicherungsverträge aufgebaut sind und wie ein Versicherungsfall geprüft wird, und genau das brauchst du, um Rückfragen vorherzusehen.

## Weiterbildung zum Fachwirt

Wer weiterkommen will, kann den Abschluss Geprüfter Fachwirt für Versicherungen und Finanzen anstreben. Zugelassen wird nach den Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein, wer eine Ausbildung in der Versicherungswirtschaft und mindestens 1 Jahr Berufspraxis hat, wer einen anderen kaufmännischen oder verwaltenden Beruf gelernt und mindestens 2 Jahre gearbeitet hat oder wer mindestens 4 Jahre Berufspraxis nachweist.[3] Die Berufspraxis muss wesentliche Bezüge zu den Aufgaben des Abschlusses haben, und im Prüfungsteil B lässt sich unter anderem der Kernprozess Schaden- und Leistungsmanagement wählen.[3] Der Abschluss soll nach der Kammer zeigen, dass man verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen kann, etwa im Vertriebsmanagement, im Schaden- und Leistungsmanagement oder im Risikomanagement.[3]

## Quereinstieg aus dem Büro oder von der Baustelle

Nicht jeder Schadenmanager kommt aus der Versicherung. [Kaufleute für Büromanagement](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/kaufleute-fuer-bueromanagement-im-handwerksbetrieb) bringen Organisation und Schriftverkehr mit, Handwerker aus der Sanierung das technische Verständnis, das am Telefon mit einem Gutachter hilft. Wichtig sind Genauigkeit, ein gutes Gedächtnis für Fristen und die Fähigkeit, freundlich und bestimmt nachzufassen. Sicherer Umgang mit Tabellen und Textverarbeitung wird meist vorausgesetzt, und wer schnell und klar schreibt, ist im Vorteil.

## Häufige Fragen

### Brauche ich Kenntnisse vom Bau?

Sie helfen sehr. Wer weiß, warum ein Estrich getrocknet oder ausgebaut wird, kann Rückfragen eines Gutachters ohne Umweg über die Baustelle beantworten.

### Welche Unterlagen fragt der Versicherer meistens an?

Meist Fotos vom Schaden, Messprotokolle, Kostenvoranschläge und später die Rechnungen. Belege kann er nach dem Versicherungsvertragsgesetz verlangen, soweit ihre Beschaffung billigerweise zugemutet werden kann.[2]

Klingt nach deinem Beruf?

Die Kurzbewerbung dauert drei Minuten: Name, Kontakt, fertig. Kein Anschreiben nötig.

[Zu den offenen Stellen](https://www.stmb24.de/jobs)
Belege

## Quellen

1. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): [Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen (Ausbildung)](https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/oli7841). Berufsprofil, Ausbildungsdauer, Zuständigkeit und Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit. Abgerufen am 12.10.2026.
2. Bundesministerium der Justiz: [Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG)](https://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/BJNR263110007.html). § 14 Abs. 1 und 2, § 31 Abs. 1. Abgerufen am 12.10.2026.
3. Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein (IHK zu Kiel): [Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen, Geprüfte/r](https://www.ihk.de/schleswig-holstein/bildung/weiterbildung/fortbildungspruefungen-az/fachwirte-fuer-versicherungen-und-finanzen-gepruefte-r-1372338). Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsteile. Abgerufen am 12.10.2026.

Schadenwissen

### Weiterlesen

- [Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten: Was ist das?](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/elektrofachkraft-festgelegte-taetigkeiten)
- [Feuchtarbeit und Hautschutz: Was schützt deine Hände?](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/feuchtarbeit-und-hautschutz-haende-schuetzen)
- [Hitze bei der Arbeit: Was auf Baustellen und in heißen Räumen gilt](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf/hitze-bei-der-arbeit-auf-baustellen)
- [Alle Texte im Bereich Beruf und Ausbildung](https://www.stmb24.de/schadenwissen/beruf)

Leistungen

### Passend zu diesem Text

- [Kosten und Abwicklung](https://www.stmb24.de/kosten-und-abwicklung)
