# Ausdehnungsgefäß

> Ausdehnungsgefäß erklärt: wie das MAG den Heizungsdruck hält, welche Drücke einzustellen sind, typische Fehler, Wartung und wie ein Defekt zum Wasserschaden führt.

Adresse: https://www.stmb24.de/themen/ausdehnungsgefaess
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Ausdehnungsgefäß: Heizungsraum mit Heizkörper, Kessel, Sicherheitsventil und Membran-Druckausdehnungsgefäß im Schnitt mit Gaspolster, Membran und Heizwasser](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/ausdehnungsgefaess/7fb66ebe96-1792367731/ausdehnungsgefaess-funktionsweise-stmb24-1920x.webp)

# Ausdehnungsgefäß

Auch: Membranausdehnungsgefäß (MAG), Druckausdehnungsgefäß, Ausgleichsbehälter

Ein Ausdehnungsgefäß nimmt in einer geschlossenen Heizungsanlage das Wasser auf, das sich beim Erwärmen ausdehnt, und gibt es beim Abkühlen wieder ab, sodass der Druck in den zulässigen Grenzen bleibt.[1] Üblich ist das Membran-Druckausdehnungsgefäß, kurz MAG, in dem eine Membran das Heizwasser von einem Gaspolster trennt, am besten aus Stickstoff.[2] Ist es zu klein oder falsch eingestellt, spricht das Sicherheitsventil an, und Heizwasser geht verloren.[1]

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

## So hält das Ausdehnungsgefäß den Druck in der Heizung

![Ausdehnungsgefäß, Funktionsweise: Heizungsraum mit höchstem Heizkörper, Kessel mit Manometer, Sicherheitsventil mit Trichter, Ausdehnungsleitung mit Kappenventil und Membran-Druckausdehnungsgefäß im Schnitt mit Gaspolster, Membran, Heizwasser und Gasventil](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/ausdehnungsgefaess/924b34cad4-1792367731/ausdehnungsgefaess-funktionsweise-stmb24.webp)

Schematische Darstellung eines Heizungsraums mit Heizkörper, Kessel mit Manometer und Sicherheitsventil mit Abblaseleitung in einen Trichter, Ausdehnungsleitung mit Kappenventil und Membran-Druckausdehnungsgefäß im Schnitt mit Wasser, Membran, Gaspolster und Gasventil. Die Nummern folgen vom Gefäß über den Druck zur Anlage.

1. **Membran trennt Wasser und Gas:** Im Membran-Druckausdehnungsgefäß trennt eine Membran das Heizwasser von einem Gaspolster, am besten aus Stickstoff. Nutzbar ist meist nur etwa ein Drittel des Behältervolumens, dynamische Druckhaltungen mit Kompressor oder Pumpe nutzen fast das ganze Volumen.
2. **Vordruck am Gasventil:** Der Vordruck ergibt sich aus dem statischen Druck plus 0,2 bar. Einmal im Jahr wird das Gefäß mit dem Kappenventil getrennt, wasserseitig entleert und der Vordruck am Gasventil gemessen, tritt dort Wasser aus, ist die Membran defekt.
3. **Wasser dehnt sich aus:** Beim Erwärmen dehnt sich das Heizwasser aus und strömt über die Ausdehnungsleitung ins Gefäß, beim Abkühlen gibt es das Gefäß zurück, so bleibt der Druck in den zulässigen Grenzen. Bei einem Sicherheitsventil mit 2,5 bar darf der Enddruck höchstens 2 bar erreichen.
4. **Zu klein: Ventil bläst ab:** Ist das Gefäß zu klein oder der Vordruck falsch, steigt der Druck über den Ansprechdruck, das Sicherheitsventil bläst regelmäßig heißes Heizwasser ab, und es muss zu häufig nachgefüllt werden. Fehlt die Abblaseleitung, läuft das Wasser in den Heizungsraum.
5. **Kappenventil zum Trennen:** Das Kappenventil trennt das Gefäß zur Prüfung vom System. Die Arbeit gehört in die Hand eines Heizungsfachbetriebs, denn beim Trennen und Entleeren arbeitet man an einer Anlage unter Druck und mit heißem Wasser.
6. **Höhe bis zum Heizkörper:** Für den Vordruck wird die statische Höhe zwischen dem Anschluss des Gefäßes und dem höchsten Punkt der Anlage ermittelt, 10 Meter Höhe entsprechen etwa 1,0 bar, der Vordruck beträgt dann 1,2 bar und der Fülldruck mindestens 1,5 bar. Vordrücke unter 1 bar werden nur nach genauer Prüfung gewählt.

## Wie ein Ausdehnungsgefäß arbeitet

Ein Druckhaltesystem in kleineren und mittleren Heizungsanlagen besteht im Wesentlichen aus dem Membran-Druckausdehnungsgefäß und der Ausdehnungsleitung, und es muss Volumenschwankungen so ausgleichen, dass der zulässige Druckbereich weder über- noch unterschritten wird.[1] Weil ein MAG nur einen Teil seines Nennvolumens aufnehmen kann, richtet sich seine Größe nach dem Ausdehnungsvolumen, das aus dem Wasserinhalt der Anlage und der höchsten Vorlauftemperatur folgt.[1]

Im klassischen Ausdehnungsgefäß lässt sich nach der Fachzeitschrift IKZ in der Regel höchstens etwa ein Drittel der Behältergröße nutzen, dynamische Druckhaltungen mit Kompressor oder Pumpe nutzen fast das ganze Volumen und halten den Druck auf etwa 0,1 bis 0,2 bar genau.[2] Eine pauschale Regel, nach der das Gefäß 10 Prozent des Anlagenwassers fassen soll, gibt es nicht, weil auch der Druckarbeitsbereich die Größe bestimmt.[2]

Hat ein Sicherheitsventil oder eine undichte Heizung den Heizungsraum unter Wasser gesetzt, wird vor dem ersten Schritt hinein die Sicherung für diesen Raum ausgeschaltet, denn der Lichtschalter trennt Pumpe und Kessel nicht vom Netz. Steht der Sicherungskasten selbst im Wasser, wartest du draußen auf Feuerwehr oder örtlichen Netzbetreiber, und einen Heizungskeller, in dem das Wasser noch steigt, betritt niemand.

## Vordruck, Fülldruck und Enddruck

Für den Vordruck p0 wird die statische Höhe zwischen dem Anschluss des Gefäßes und dem höchsten Punkt der Anlage ermittelt, und der Vordruck ergibt sich als statischer Druck plus 0,2 bar, bei Anlagen mit mehr als 100 °C am Sicherheitstemperaturbegrenzer kommt der Verdampfungsdruck hinzu.[2] Vordrücke unter 1 bar sollten nur nach genauer Prüfung gewählt werden, weil Pumpe, Kessel und Regelventile Mindestdrücke brauchen.[2] In Solaranlagen mit dem Gefäß auf der Druckseite der Pumpe kommen der Differenzdruck der Pumpe und der Dampfdruck des Wärmeträgers bei Abschalttemperatur hinzu.[2]

Drücke am Membran-Druckausdehnungsgefäß

| Druck | Bedeutung | Faustformel |
| --- | --- | --- |
| Vordruck p0 | Gasdruck im leeren Gefäß | statischer Druck plus 0,2 bar |
| Fülldruck pF | Druck der kalten, gefüllten Anlage | mindestens p0 plus 0,3 bar bei 10 °C Fülltemperatur |
| Enddruck pe | höchster Druck im Normalbetrieb | bei Sicherheitsventilen bis 5 bar deren Ansprechdruck minus 0,5 bar |

Vordruck und Enddruck nach IKZ[2], Fülldruck nach der Wartungsanleitung von Reflex.[3]

Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Liegt der höchste Heizkörper 10 Meter über dem Gefäß, entspricht das etwa 1,0 bar statischem Druck, der Vordruck beträgt damit 1,2 bar und der Fülldruck mindestens 1,5 bar.[2] Bei einem Sicherheitsventil mit 2,5 bar darf der Enddruck nach der IKZ höchstens 2 bar erreichen.[2] Bei einem [Gebäudecheck gegen Wasserschäden](https://www.stmb24.de/schadenwissen/wasserschaden/gebaeudecheck-gegen-wasserschaeden-welche-stellen-pruefen) wird auch der Anlagendruck am Manometer abgelesen und mit diesem Sollwert verglichen.

## Typische Fehler beim Ausdehnungsgefäß

Ist das Gefäß zu klein, steigt der Druck bei hohen Temperaturen über den Ansprechdruck des [Sicherheitsventils](https://www.stmb24.de/themen/sicherheitsventil), und wird der zulässige Betriebsüberdruck überschritten, spricht das Ventil regelmäßig an, verbunden mit größeren Heizwasserverlusten in kurzen Abständen.[1] Typisches Zeichen ist, dass Anlagenwasser zu häufig nachgefüllt werden muss.[1]

Wird dagegen der Mindestdruck unterschritten, drohen Unterdruck, Kavitation und Verdampfung mit Geräuschen an Pumpen und Armaturen, viel Luft im Heizwasser und im Extremfall einer Kesselabschaltung durch den Drucksensor.[1] Ein zu hoher Vordruck lässt kein Heizwasser ins Gefäß, ein zu niedriger füllt es von vornherein mit Wasser, und in beiden Fällen fehlt das Reservevolumen.[1] Empfohlen wird der Einbau im kühleren Rücklauf auf der Saugseite der Pumpe, weil die Membran im Vorlauf höheren Temperaturen ausgesetzt ist.[1] Steht [Wasser unter der Gastherme](https://www.stmb24.de/schadenwissen/wasserschaden/wasser-unter-der-gastherme), kann ein falscher Vordruck die Ursache sein, weil das Heizwasser beim Aufheizen dann über das Ventil abgelassen wird.

## Ein Ausdehnungsgefäß warten

Einmal im Jahr sollten das Gefäß angesehen und der Vordruck geprüft werden: Dazu wird es mit dem Kappenventil vom System getrennt, wasserseitig entleert, der Vordruck am Gasventil gemessen und angepasst, am besten mit Stickstoff als Füllgas.[2] Entweicht beim kurzen Betätigen des Gasfüllventils Wasser, ist die Membran defekt, und das Gefäß oder die tauschbare Membran wird ersetzt.[3] Den neu eingestellten Vordruck trägt der Fachbetrieb nach der Anleitung auf dem Typenschild ein und prüft das Gasventil danach mit Lecksuchspray auf Dichtheit.[3]

Membranen sind nicht völlig gasdicht, und lässt eine Membran viel Gas durch, sinkt der Vordruck, bis die Druckhaltung im schlimmsten Fall ganz ausfällt und Luft und Korrosion die Anlage schädigen.[1] Die Prüfung gehört in die Hand eines Heizungsfachbetriebs, denn beim Trennen und Entleeren des Gefäßes arbeitet man an einer Anlage unter Druck und mit heißem Wasser. Am einfachsten wird sie mit der jährlichen Wartung durch einen Betrieb für [Sanitär- und Heizungsinstallation](https://www.stmb24.de/heizung-und-sanitaerinstallation) verbunden.

## Ausdehnungsgefäß und Wasserschaden

Steigt der Druck trotz richtiger Betriebstemperatur stark an, nennt die IKZ als Ursachen ein zu kleines Gefäß, einen zu niedrigen oder zu hohen Vordruck, einen zu hohen Betriebsdruck, eine defekte Membran, eine mit zu hohem Druck gefüllte Anlage und Luftprobleme.[2] Jedes Mal, wenn das Sicherheitsventil deswegen abbläst, tritt heißes Heizwasser aus, und fehlt die Abblaseleitung zum Abfluss oder ist sie verstopft, landet es auf dem Boden des Heizungsraums.

Bei älteren Fußbodenheizungen mit diffusionsoffenen Rohren kann Sauerstoff ins Heizwasser gelangen und ein Gefäß ohne Vollmembran korrodieren lassen, deshalb empfiehlt die IKZ dort ein anderes Gefäß.[2] Ein durchgerostetes Gefäß ist eine weitere Quelle für einen Wasserschaden im Keller, und wie die Abblaseleitung richtig angeschlossen wird, erklärt der Begriff Sicherheitsventil.

## Nachspeisung und Wasserqualität

Eine automatische Nachspeisestation wird auf den Vordruck des Gefäßes eingestellt und gleicht nur Wasserverluste aus, für die Druckhaltung ist sie nicht zuständig, und je nach Station muss der Trinkwasserdruck 1,0 bis 1,5 bar über dem Anlagendruck liegen.[2] Den höchsten erlaubten Härtegrad des Füll- und Nachspeisewassers regelt die VDI-Richtlinie 2035 Teil 1.[2]

Wird eine Heizung aus dem Trinkwassernetz befüllt, sind nach der Wartungsanleitung des Herstellers Reflex die Vorgaben der EN 1717 zum Schutz des Trinkwassers und der DIN 1988-100 und -200 einzuhalten, dazu die Wasserbeschaffenheit nach VDI 2035.[3] Muss Wasser in kurzen Abständen nachgefüllt werden, gelangt mit jedem Nachfüllen frischer Sauerstoff ins System, und das Ausdehnungsgefäß gehört dann zu den ersten Bauteilen, die wir prüfen.

## Ausdehnungsgefäß im Trinkwasser

Auch in der Trinkwassererwärmung gibt es Membran-Druckausdehnungsgefäße. Für solche Gefäße nennt Reflex als Vordruck den Druck hinter dem [Druckminderer](https://www.stmb24.de/themen/druckminderer) minus 0,2 bar, im Betrieb muss der Gasdruck gleich dem Wasserdruck sein, und bei aufgeheiztem Speicher darf der Druck bis etwa 0,5 bar unter den Ansprechdruck des Sicherheitsventils steigen.[3] Tropft das Sicherheitsventil am Warmwasserspeicher bei jedem Aufheizen, ist ein fehlendes oder defektes Gefäß eine mögliche Ursache.

## Wie wir nach einem Schaden am Heizungsraum vorgehen

Nach einem Wasseraustritt im Heizungsraum klären wir, ob das Wasser aus dem Sicherheitsventil, aus dem Gefäß selbst oder aus einer Leitung kam, und lassen Druckhaltung und Ventile von einem Heizungsfachbetrieb prüfen. Wir messen die Feuchte in Boden und Wänden, trocknen technisch und dokumentieren den Verlauf.

Für die Versicherung halten wir fest, welches Bauteil versagt hat, wie das Wasser ausgetreten ist und seit wann, mit [Fotos und Messwerten](https://www.stmb24.de/dokumentation). Was die Wohngebäudeversicherung bei einem Leitungswasserschaden übernimmt, erklärt der gleichnamige Begriff.

24h-Notruf, auch am Wochenende und an Feiertagen

Wasser im Haus? Rufen Sie jetzt an.

Wir klären die Lage am Telefon und kommen zur Schadensaufnahme.

**0162 4428440** 24h Notruf

Belege

Quellen

1. haustec.de, Alfons W. Gentner Verlag: [Jürgen Wendnagel: 8 Fehler bei der Druckhaltung in Heizsystemen](https://www.haustec.de/heizung/waermeverteilung/8-fehler-bei-der-druckhaltung-heizsystemen). Beitrag vom 23.01.2018, Einleitung und Fehler 1 bis 8. Abgerufen am 05.10.2026.
2. IKZ-HAUSTECHNIK, Strobel Verlag GmbH & Co. KG: [FAQs zur Druckhaltung, Nachspeisung und Entgasung](https://www.ikz.de/heizungstechnik/news/detail/faqs-zur-druckhaltung-nachspeisung-und-entgasung/). Beitrag vom 24.09.2014, Fragen zu Vordruck, Druckanstieg, Prüfung, Gefäßgröße, Fußbodenheizung, dynamischer Druckhaltung, Enthärtung und Nachspeisung. Abgerufen am 05.10.2026.
3. Reflex Winkelmann GmbH (Hersteller): [Infokarten M20 und M21: Betrieb und Wartung von Membran-Druckausdehnungsgefäßen](https://www.reflex4experts.com/fileadmin/user_upload/Download_Bereich/M20-21_Membran-Druckausdehnungsgefaesse.pdf). Stand 08-2022, Schritte 1 bis 5 für Heizungsgefäße (M20) und Trinkwassergefäße (M21), S. 1 und 2. Abgerufen am 05.10.2026.

Themen von A bis Z

### Verwandte Begriffe

- [Fußbodenheizung](https://www.stmb24.de/themen/fussbodenheizung)
- [Wassermelder](https://www.stmb24.de/themen/wassermelder)
- [Aquastop](https://www.stmb24.de/themen/aquastop)
- [Druckschlag](https://www.stmb24.de/themen/druckschlag)
- [Alle Themen von A bis Z](https://www.stmb24.de/themen)
