# Drückendes Wasser

> Drückendes Wasser erklärt: was die Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 bedeuten, wann Sickerwasser drückt, was Grundhochwasser anrichtet und wie weiße und schwarze Wanne schützen.

Adresse: https://www.stmb24.de/themen/drueckendes-wasser
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Drückendes Wasser: Keller im Grundwasser mit Druck von der Seite und Auftrieb von unten, Stau über Lehm, undichte Durchführung, Abdichtung und Pegel](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/drueckendes-wasser/7b60e3b815-1792367760/drueckendes-wasser-funktionsweise-stmb24-1920x.webp)

# Drückendes Wasser

Auch: Druckwasser

Drückendes Wasser ist Wasser, das mit hydrostatischem Druck von außen auf erdberührte Bauteile wirkt, etwa als Grundwasser, Hochwasser oder aufstauendes Sickerwasser.[1] DIN 18533-1 fasst es in der Wassereinwirkungsklasse W2-E zusammen und unterscheidet eine mäßige Einwirkung bis 3 Meter Eintauchtiefe von einer hohen Einwirkung darüber.[1]

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

## So wirkt drückendes Wasser auf den Keller

![Drückendes Wasser, Funktionsweise: Keller im Schnitt mit hohem Grundwasserspiegel, Druckpfeilen gegen Wände und Sohle, gestautem Sickerwasser über Lehm, Rohrdurchführung mit eindringendem Wasser, schwarzer Abdichtung außen und Pegelstab mit Hochwassermarke](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/drueckendes-wasser/5985d91276-1792367760/drueckendes-wasser-funktionsweise-stmb24.webp)

Schematische Darstellung eines Kellers im Schnitt mit hohem Grundwasserspiegel, Druckpfeilen gegen Wände und Sohle, gestautem Sickerwasser über Lehm, Rohrdurchführung mit eindringendem Wasser, schwarzer Abdichtung außen und unten und Pegelstab mit Hochwassermarke. Die Nummern folgen vom Druck über die Schwachstellen zur Bemessung und zur Abdichtung.

1. **Grundwasser drückt von der Seite:** Drückendes Wasser wirkt mit hydrostatischem Druck von außen auf erdberührte Bauteile, als Grundwasser, Hochwasser oder aufstauendes Sickerwasser. DIN 18533 fasst es in der Klasse W2-E zusammen, mäßig bis 3 Meter Eintauchtiefe, hoch darüber.
2. **Durchführungen sind Schwachstellen:** Durch Mauerdurchbrüche für Leitungen wie Internet, Wasser oder Gas kann Stauwasser eindringen. An der Rohrdurchführung in der Kellerwand tropft es, und aufstauendes Wasser zieht in die Wände und greift über Schimmel die Bausubstanz an.
3. **Bemessung: höchstes Hochwasser:** Maßgeblich ist der Bemessungswasserstand, der höhere Wert aus Bemessungsgrundwasserstand und Bemessungshochwasserstand. Ohne objektbezogene Festlegung gilt die Geländeoberkante oder bei Hochwasserrisiko das höchste anzunehmende Hochwasser, der Pegel zeigt die Marke.
4. **Staut sich auf Lehm: drückt auch:** In wenig durchlässigen Böden ohne Dränung staut sich Sickerwasser auf und wird dann wie drückendes Wasser behandelt. Gefährdet sind besonders Häuser auf Lehmboden, an einem Hang oder nahe an Gewässern, Grund- und Schichtwasser darf nicht gedränt werden.
5. **Auftrieb drückt gegen die Sohle:** Steigt der Grundwasserspiegel stark an, drückt er mit großer Auftriebskraft gegen die gesamte Konstruktion und gefährdet die Statik. Die Pfeile unter der Bodenplatte zeigen die Kraft von unten.
6. **Abdichtung außen und unten:** Horizontale und vertikale Abdichtungen verhindern, dass Feuchte von der Seite und von unten eindringt. Sie lassen sich auch nachträglich herstellen, allerdings mit erheblichem Aufwand, die schwarze Schicht an Wand und Sohle steht dafür.

## Die Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533

Die frühere DIN 18195 wurde in Einzelnormen für Dächer, Innenräume, Behälter und Becken, Verkehrsflächen und erdberührte Bauteile aufgeteilt, und für erdberührte Bauteile gilt DIN 18533 mit den Teilen 1 bis 3, wie ein Überblick der Hochschule Bielefeld darstellt.[1] Die Einwirkungen sind dort in Klassen eingeteilt, deren Index den Anwendungsbereich nennt, E für erdberührte Bauteile, B für Behälter, I für Innenräume und V für Verkehrsflächen.[1]

W1-E steht für Bodenfeuchtigkeit und nicht drückendes Wasser, unterteilt in W1.1-E ohne und W1.2-E mit Dränung, W2-E für drückendes Wasser, W3-E für nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken und W4-E für [Spritzwasser](https://www.stmb24.de/themen/spritzwasser) und Bodenfeuchte am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter Wänden.[1]

Wassereinwirkungsklassen für erdberührte Bauteile

| Klasse | Art der Einwirkung |
| --- | --- |
| W1.1-E | Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser bei Bodenplatten und erdberührten Wänden |
| W1.2-E | wie W1.1-E, mit Dränung |
| W2.1-E | drückendes Wasser, mäßige Einwirkung bis 3 Meter Eintauchtiefe |
| W2.2-E | drückendes Wasser, hohe Einwirkung über 3 Meter Eintauchtiefe |
| W3-E | nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken |
| W4-E | Spritzwasser und Bodenfeuchte am Wandsockel, Kapillarwasser in und unter Wänden |

Nach DIN 18533-1, Tabelle 1, in der Darstellung der Hochschule Bielefeld, Tiefbaugespräch 2018.[1]

## Bemessungswasserstand und Sickerwasser

Maßgeblich ist der Bemessungswasserstand, also der höhere Wert aus Bemessungsgrundwasserstand und Bemessungshochwasserstand, und ohne objektbezogene Festlegung muss der Grundwasserstand auf Geländeoberkante oder bei örtlichen Hochwasserrisiken auf Höhe des höchsten anzunehmenden Hochwassers angesetzt werden.[1] Bodenfeuchte ist kapillar gebundenes Wasser, nicht drückendes Wasser ist nicht aufstauendes Sickerwasser, und Grund- und Schichtwasser darf nicht gedränt werden.[1] Als stark wasserdurchlässig gilt ein Boden nach der Übersicht bei einem Durchlässigkeitsbeiwert über 10 hoch minus 4 Meter pro Sekunde.[1]

In wenig durchlässigen Böden ohne Dränung kann sich Sickerwasser aufstauen und wird dann nach der Norm als drückendes Wasser der Klasse W2.1-E behandelt.[1] Bei einem Starkregen nach längerer Trockenheit fällt nach dem Starkregenportal der Länder mehr Niederschlag, als versickern kann, und gefährdet sind besonders Häuser auf Lehmboden, an oder unterhalb eines Hangs oder nahe an Gewässern ohne Versickerungsflächen oder Rückhaltebecken in der Nähe.[2]

## Was drückendes Wasser am Gebäude anrichtet

Aufstauendes und gegen das Mauerwerk drückendes Sicker- und Grundwasser zieht nach dem Starkregenportal in die Wände und kann über Schimmel die Bausubstanz angreifen, und auch durch Mauerdurchbrüche für Leitungen wie Internet, Wasser oder Gas kann Stauwasser eindringen.[2] Steigt der Grundwasserspiegel stark an, drückt er im schlimmsten Fall mit großer Auftriebskraft gegen die gesamte Konstruktion und gefährdet die Statik.[2] Auf sandigen Böden sind Grundstücke und Gebäude nach dem Portal weniger stark von Sicker- und Grundwasser bedroht, und es rät deshalb, die Durchlässigkeit des eigenen Baugrunds zu ermitteln.[2] Horizontale und vertikale Abdichtungen verhindern, dass Feuchte von der Seite und von unten eindringt, und lassen sich nach dem Portal auch nachträglich herstellen, allerdings mit erheblichem Aufwand.[2]

Hochwasser kann nach den Verbraucherzentralen die Fließrichtung des Grundwassers umkehren, sodass es unterirdisch Richtung Land strömt, und dieses Grundhochwasser kann noch Wochen [nach dem Hochwasser](https://www.stmb24.de/schadenwissen/wasserschaden/nach-dem-hochwasser-betreten-und-aufraeumen) und weit entfernt von Flüssen Keller fluten.[3] Übersteigt es das Niveau des Kellerbodens, wirken Auftriebskräfte, die Bodenplatte oder Kellerwände beschädigen können, und über brüchige Abwasserleitungen kann Wasser zusätzlich ins Gebäude drücken.[3]

## Weiße und schwarze Wanne

Bei einer weißen Wanne werden Außenwände und Fundament aus wasserundurchlässigem Beton gefertigt, sie lässt sich deshalb nicht nachträglich herstellen, und für eine schwarze Wanne werden die Außenwände mit Bitumen- oder Kunststoffbahnen abgedichtet, die das angreifende Grundwasser fest an Wände und Sohle drückt.[2] Eine schwarze Wanne kann auch nachträglich von innen als Innendichtung entstehen, was technisch schwieriger ist.[2] Liegt ein Gebäude auf schwerem, staunassem Boden, sollten Kellerräume nach dem Portal mit einer weißen oder [schwarzen Wanne](https://www.stmb24.de/themen/schwarze-wanne) umschlossen werden, und die weiße Wanne reicht dort als Abdichtung für Räume, die nur zum Abstellen genutzt werden.[2]

Die [weiße Wanne](https://www.stmb24.de/themen/weisse-wanne) gilt nach den Verbraucherzentralen als sehr langlebig, mit 60 bis 80 Jahren, und schützt auch bei hohem Grundwasserspiegel mit drückendem Wasser über der Bodenplatte, und nachträglich lassen sich poröse Stellen in Wand oder Boden auch von innen mit einer Gelmasse abdichten.[3] Eine absolute Garantie gibt es bei keiner Methode, und alle verlangen eine fachgerechte Planung und Ausführung.[3] Heizöltanks im Keller müssen samt Anschlüssen und Öffnungen gegen Wassereintritt und Aufschwimmen gesichert sein, und Wertgegenstände und Elektrogeräte gehören nicht auf den Kellerboden.[3] Ob ein Grundstück durch Grundhochwasser gefährdet ist, erfährt man am besten bei der Stadt, und manche Gemeinden bieten dafür adressgenaue Karten.[3]

Für die Klasse W2.1-E kommen nach der Übersicht Bitumen- und Polymerbitumenbahnen, Kunststoff- oder Elastomerbahnen und polymermodifizierte Bitumendickbeschichtungen, kurz PMBC, infrage, für W2.2-E nur noch Bahnen.[1] Die Abdichtung muss dabei Rissbreitenänderungen überbrücken, mindestens 1,0 Millimeter bei W2.1-E und mindestens 5,0 Millimeter bei W2.2-E.[1] Bei Bodenfeuchte und nicht drückendem Wasser der Klasse W1-E sind an erdberührten Wänden zusätzlich mineralische Dichtungsschlämmen möglich, an Bodenplatten auch Asphaltmastix und Gussasphalt.[1] Wer den [Keller von innen abdichten](https://www.stmb24.de/schadenwissen/ausbau/keller-von-innen-abdichten-wann-reicht-das) will, braucht dafür eine Lösung, die dem Wasserdruck von außen standhält.

## Raumnutzung und Feuchte im Keller

DIN 18533-1 unterscheidet außerdem Raumnutzungsklassen, von RN1-E mit geringer Anforderung, etwa offene Lagerhallen und Tiefgaragen, über RN2-E mit üblicher Anforderung, etwa Keller in Wohngebäuden und Aufenthaltsräume, bis RN3-E für unersetzliche Kulturgüter oder Rechnerräume.[1] Nach einer Anmerkung der Norm lässt sich im erdberührten Bereich mit der Abdichtung allein kein trockenes, schimmelfreies Raumklima erreichen, dafür müssen Wärmeschutz, Heizung und Lüftung oder Entfeuchtung passend geplant und genutzt werden.[1] Steht das Wasser schon im Keller, pumpt der [Notdienst](https://www.stmb24.de/24-stunden-notdienst) ab, bevor der Raum nach der Abdichtung wieder genutzt werden kann. Für Risse im Untergrund kennt die Norm vier Rissklassen von R1-E mit 0,2 Millimetern bis R4-E mit 5,0 Millimetern Rissbreitenänderung, und für Bewegungsfugen gelten eigene Verformungsklassen.[1]

## Wo drückendes Wasser eindringt

Wo drückendes Wasser in einen Keller gelangt, sucht es sich die Schwachstellen der Abdichtung: die Fuge zwischen Wand und Bodenplatte, Rohr- und Kabeldurchführungen, Risse und Anschlüsse an Lichtschächte. Steigt und fällt der Wasserstand im Keller mit dem Grundwasser oder mit Regenperioden, spricht das für Wasser von außen.

Für die Sanierung reicht es deshalb selten, nur eine nasse Stelle abzudichten. Erst die Wassereinwirkungsklasse, der Bemessungswasserstand und die Nutzung des Raums bestimmen, welche Abdichtung nötig ist und ob sie außen, innen oder im Bauteil ansetzen muss.

## Haftung und Versicherung

Für Nässeschäden durch hohe Grundwasserstände haften nach den Verbraucherzentralen die Grundstückseigentümer selbst, gleich ob das Wasser durch defekte Abwasserleitungen oder undichte Kellerwände eindringt.[3] Versichert ist ein solcher Schaden über die Elementarschadenversicherung nur, wenn das Grundwasser zuerst an die Oberfläche getreten ist und von dort ins Haus läuft.[3]

## Nasser Keller: drückendes Wasser oder etwas anderes

Ein nasser Keller hat nicht immer drückendes Wasser als Ursache. Auch eine undichte Leitung, Tauwasser an kalten Wänden im Sommer oder [kapillar aufsteigende Feuchte](https://www.stmb24.de/themen/kapillarwirkung) hinterlassen nasse Stellen, und jede Ursache verlangt eine andere Abhilfe.

Mit der [Feuchtemessung](https://www.stmb24.de/feuchtigkeitsmessung) in verschiedenen Höhen und Tiefen der Wand, dem Vergleich mit dem Grundwasserstand und dem Wetter der letzten Wochen grenzen wir ein, woher das Wasser kommt. Erst dann lässt sich sagen, ob eine Abdichtung, eine Leitungsreparatur oder eine bessere Lüftung das Problem löst.

24h-Notruf, auch am Wochenende und an Feiertagen

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**0162 4428440** 24h Notruf

Belege

Quellen

1. Hochschule Bielefeld (HSBI), Campus Minden: [Neuerungen für die Abdichtung erdberührter Bauwerke nach neuer DIN 18533](https://www.hsbi.de/media/fachbereiche/campus-minden/ueber-uns/labore-lehrgebiete/lehrgebiete/lehrgebiet-geotechnik/geotechnik-fachgespraeche/19-mindener-fachgespraech/01-uebersicht-din18533.pdf). H.-G. Gülzow, Tiefbaugespräch 2018, Folien 3 bis 13. Abgerufen am 24.09.2026.
2. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), Starkregenportal: [Wie kann ich mein Gebäude schützen?](https://www.starkregenportal.de/gebaeude/) Abschnitte Rückstau aus dem Kanal und Aufstauendes Sicker- oder Grundwasser. Abgerufen am 24.09.2026.
3. Verbraucherzentralen, Portal verbraucherzentrale.de: [Grundhochwasser: die unterschätzte Gefahr](https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/grundhochwasser-die-unterschaetzte-gefahr-22044). Abgerufen am 24.09.2026.

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