# Freimessung

> Freimessung erklärt: was vor der Messung geprüft wird, wie die Gesamtsporenmessung abläuft, woran das Ergebnis gemessen wird und was sie nicht beweisen kann.

Adresse: https://www.stmb24.de/themen/freimessung
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Freimessung: freigelegte Wand, Feuchtemessgerät, Ventilator wirbelt Staub auf, Impaktor sammelt Sporen, Mikroskop zählt, Abschottung mit grünem Haken](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/freimessung/36b146caea-1792367779/freimessung-funktionsweise-stmb24-1920x.webp)

# Freimessung

Auch: Erfolgskontrolle

Als Freimessung bezeichnet man die Messung nach einer Schimmelsanierung, mit der geprüft wird, ob die Feinreinigung ihr Ziel erreicht hat, bevor Abschottungen und Schleusen fallen. Der Leitfaden des Umweltbundesamtes empfiehlt dafür vor allem bei größeren Schäden eine Messung der Gesamtsporenzahl nach DIN ISO 16000-20, bei der abgelagerter Staub vorher aufgewirbelt wird, so wie es das WTA-Merkblatt 4-12 beschreibt.[1]

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

## So läuft die Freimessung nach der Sanierung

![Freimessung, Funktionsweise: sanierter Raum mit bis zur Höhe entferntem Putz, Feuchtemessgerät, Ventilator, der Staub aufwirbelt, Impaktor auf dem Stativ, Mikroskop auf dem Tisch und Abschottung aus Folie mit grünem Haken](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/freimessung/c21dc97f34-1792367779/freimessung-funktionsweise-stmb24.webp)

Schematische Darstellung eines sanierten Raums mit bis zur Höhe entferntem Putz, Feuchtemessgerät, Ventilator, der Staub aufwirbelt, Impaktor auf dem Stativ, Mikroskop auf dem Tisch und Abschottung aus Folie mit grünem Haken. Die Nummern folgen vom Augenschein über das Aufwirbeln und Sammeln zu Trocknung, Zählung und Abbau.

1. **Erst Augenschein: Rückbau komplett:** Vor dem Abbau von Staubschutzwänden und Schleusen wird der Erfolg kontrolliert und dokumentiert. Der Materialrückbau wird in Augenschein genommen: Ist der Wandputz bis zur vereinbarten Höhe abgenommen, sind alle Reste befallener Platten entfernt, ist die Tapete von der Außenwand gelöst?
2. **Staub aufwirbeln, dann messen:** Vor der Probenahme wird abgelagerter Staub gezielt aufgewirbelt, wie es das WTA-Merkblatt beschreibt. Die Messung zeigt dann, was bei der späteren Nutzung in die Luft gelangen würde, nicht nur, was gerade in der ruhigen Raumluft schwebt.
3. **Impaktor sammelt alle Sporen:** Das Probenahmegerät saugt ein festgelegtes Volumen Raumluft an und lenkt es auf die feste Haftfläche des Impaktors, an der Sporen und andere Partikel haften bleiben. So erfasst die Gesamtsporenzahl nach DIN ISO 16000-20 kultivierbare und nicht mehr kultivierbare Sporen gleichermaßen.
4. **Trocknung mit Messung belegen:** Der Erfolg einer technischen Trocknung wird mit Messungen nachgewiesen, das Feuchtemessgerät an der freigelegten Wand liefert den Beleg. Die Beseitigung der Ursache muss durch Inspektion festgestellt werden, gegebenenfalls unterstützt durch Messungen.
5. **Gezählt, nicht angezüchtet:** Unter dem Mikroskop werden die Sporen auf der Haftfläche gezählt, eine Anzucht gibt es bei diesem Verfahren nicht. Oberflächenproben sind kein Ersatz, weil Abklatschplatten und Klebefilme nur einen sehr geringen Teil der gereinigten Flächen erfassen.
6. **Dann fällt die Abschottung:** Erst wenn Augenschein, Trocknungsnachweis und Sporenzählung den Erfolg bestätigen, werden Abschottungen und Schleusen zurückgebaut. Bevorzugt messen akkreditierte Institute, deren Labore regelmäßig an Ringversuchen teilnehmen.

## Was vor der Messung geprüft wird

Die Luftmessung ist der letzte Schritt einer Kontrolle, die früher beginnt. Nach dem Leitfaden ist vor dem Abbau von Staubschutzwänden, Schleusen und Abschottungen der Erfolg der Maßnahmen zu kontrollieren und zu dokumentieren, und die Beseitigung der Ursache muss durch Inspektion festgestellt werden, gegebenenfalls unterstützt durch Messungen.[1]

Der Erfolg einer [technischen Trocknung](https://www.stmb24.de/trocknung) wird mit Messungen nachgewiesen, der Materialrückbau durch Inaugenscheinnahme.[1] Geprüft wird, ob der Fachbetrieb das Material laut Auftrag entfernt hat, etwa ob der Wandputz bis zur vereinbarten Höhe abgenommen, alle Reste befallener Gipskartonplatten entfernt und die Tapete von der Außenwand gelöst wurde.[1]

Das Schadensausmaß selbst lässt sich nach der Sanierung nicht mehr ermitteln, es muss vor Beginn oder spätestens während des Rückbaus festgestellt werden. Zeigt sich beim Rückbau, dass der Schaden über den Auftrag hinausgeht, wird der Auftrag erweitert.[1] Bei einer [Schimmelpilzsanierung](https://www.stmb24.de/schimmelpilzsanierung) werden Ausmaß und Lage des Befalls darum vor dem Rückbau mit Fotos und Skizzen festgehalten.

## Wie die Gesamtsporenmessung funktioniert

Ein Probenahmegerät saugt ein festgelegtes Volumen Raumluft an und lenkt es auf die feste Haftfläche eines Impaktors, an der Sporen und andere Partikel haften bleiben. Unter dem Mikroskop werden sie danach gezählt, eine Anzucht gibt es bei diesem Verfahren nicht.[2]

So erfasst das Verfahren kultivierbare und nicht mehr kultivierbare Sporen gleichermaßen. Die Norm beruht auf Teilen der VDI 4300 Blatt 10 und sieht vor, vor jeder Messung einen Plan zur Messstrategie zu erstellen.[2] Schimmelwachstum im Innenraum gilt nach der Norm als hygienisches Problem, weil epidemiologische Studien einen engen Zusammenhang zwischen Feuchtigkeit oder Schimmelwachstum in Häusern und gesundheitlichen Problemen der Bewohner zeigen, und standardisierte Verfahren machen Ergebnisse vergleichbar.[2]

Mobilisieren bedeutet, dass abgelagerter Staub vor der Probenahme gezielt aufgewirbelt wird. Die Messung zeigt dann, was bei der späteren Nutzung in die Luft gelangen würde, und nicht nur, was gerade in der ruhigen Raumluft schwebt.

Oberflächenproben sind dafür kein Ersatz. Abklatschplatten und Klebefilmpräparate erfassen nach dem Umweltbundesamt jeweils nur einen sehr geringen Teil der gereinigten Flächen, und für eine repräsentative Aussage wären so viele Stellen zu beproben, dass es aus wirtschaftlicher Sicht meist nicht möglich ist.[1] Zur [Erfolgskontrolle nach der Sanierung](https://www.stmb24.de/schadenwissen/schimmel/wann-ist-schimmel-wirklich-weg-erfolgskontrolle) gehört neben der Luftmessung auch eine Begehung, bei der Flächen und Ursache geprüft werden.

## Wer misst und wer auswertet

Die Untersuchung eines Schimmelbefalls ist nach dem Umweltbundesamt eine Aufgabe für mehrere Fachdisziplinen, insbesondere Bauwesen, Mykologie und Hygiene, und für gesundheitliche Fragen sind Umweltmediziner, Infektiologen, Allergologen oder Pulmologen hinzuzuziehen.[1] Wer [Schimmel untersuchen lassen](https://www.stmb24.de/schadenwissen/schimmel/schimmel-untersuchen-lassen-welche-messungen-sinnvoll) will, findet bei diesen Fachleuten auch Rat, welche Messungen im Einzelfall sinnvoll sind.

Bevorzugt sollten Untersuchungsinstitute beauftragt werden, die für die Verfahren nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind oder eine vergleichbare Qualitätssicherung betreiben, und ein mykologisches Labor muss nachweisen können, dass es regelmäßig und erfolgreich an Ringversuchen teilnimmt.[1] Ringversuche zur Identifizierung von Schimmelpilzen bietet etwa das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg an, einzelne Verbände auch zur Luftprobenahme und zur Gesamtsporenzahl.[1] Vor der Auftragsvergabe an ein Messinstitut sollte sich der Auftraggeber bestätigen lassen, dass dort die nötigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung durchgeführt werden und die nötige Erfahrung vorhanden ist.[1]

## Sanierungsziel und Bewertung

Ziel der Kontrolle ist nach dem Leitfaden kein schimmelpilzfreier Raum. Nach der Sanierung soll die Konzentration in der Raumluft nicht maßgeblich über der gewöhnlichen Hintergrundkonzentration liegen.[1]

Welcher Wert als Ziel gilt, sollte vor Beginn feststehen. Das WTA-Merkblatt 4-12 will den Beteiligten helfen, Sanierungsziele zu definieren und zu vereinbaren und ihr Erreichen mit festgelegten Messtechniken und Analysen zu prüfen und zu dokumentieren, und es enthält eine Bewertungshilfe zur Ableitung eines Sanierungszielwerts.[3] Das Umweltbundesamt empfiehlt ebenfalls, die konkreten Sanierungsschritte und Ziele bei der Beauftragung schriftlich zu vereinbaren.[1]

Für Luftproben in genutzten Wohnräumen gibt der Leitfaden Bewertungshilfen an, mit denen sich die Wahrscheinlichkeit einer Innenraumquelle abschätzen lässt. Für Sporen vom Typ [Penicillium](https://www.stmb24.de/themen/penicillium) und Aspergillus gilt eine Innenraumquelle danach als wahrscheinlich, wenn die Innenraumluft um mehr als 800 Sporen je Kubikmeter über der Außenluft liegt, zwischen 300 und 800 als möglich.[1]

Diese Angaben beziehen sich nach dem Leitfaden auf Luftproben ohne Staubaufwirbelung.[1] Für eine Messung nach Mobilisierung braucht es darum einen eigenen, vorab vereinbarten Zielwert.

Jede Luftmessung ist eine Kurzzeitmessung. Sporen sind im Raum nicht gleichmäßig verteilt, und ihre Konzentration kann sich von Tag zu Tag ändern.[1] Meist wird nur einmal und über Minuten bis Stunden gemessen.[1]

Auch die Menge der angesaugten Luft setzt Grenzen. Bei kultivierbaren Schimmelpilzen lässt sich erst ab 10 Kolonien je Platte quantitativ mit ausreichender statistischer Sicherheit auswerten, darum sind Konzentrationen unter 100 koloniebildenden Einheiten je Kubikmeter bei 100 Litern Probevolumen und unter 50 bei 200 Litern nicht genau genug nachweisbar.[1]

## Die Messung nach dem Wiedereinräumen

Nach Abschluss aller Arbeiten und dem Einbringen der Einrichtung kann nach einer Wartezeit von einigen Tagen eine weitere Luftmessung folgen, auf kultivierbare Schimmelpilze nach DIN ISO 16000-16 bis -18 und DIN EN ISO 16000-19 oder auf die Gesamtsporenzahl nach DIN ISO 16000-20.[1]

Sie zeigt, ob mit dem Einräumen wieder belastete Stäube eingebracht wurden, und angrenzende Gebäudebereiche können einbezogen werden. Fällt sie erhöht aus, werden die Räume noch einmal gereinigt.[1]

## Was eine Asbest-Freigabe anders macht

Bei [Asbest](https://www.stmb24.de/themen/asbest) ist die Freigabe fest geregelt. Die TRGS 519 erlaubt das Aufheben der Schutzmaßnahmen erst, wenn die Arbeiten einschließlich der Reinigung abgeschlossen sind, eine Sichtkontrolle keine sichtbare Restverschmutzung mehr zeigt und eine Messung nach VDI 3492 eine Asbestfaserkonzentration unter 500 Fasern je Kubikmeter ergibt, wobei die Obergrenze des 95-Prozent-Vertrauensbereichs unter 1000 Fasern je Kubikmeter liegen muss.[4]

Während dieser Messung ist die [Unterdruckhaltung](https://www.stmb24.de/themen/unterdruckhaltung) im Messbereich aufzuheben, und der Arbeitsraum muss groß genug sein, damit sich die Raumluftmessung nach der Richtlinie durchführen lässt.[4] Für Schimmel beschreibt das WTA-Merkblatt 4-12 stattdessen, wie ein Sanierungszielwert abgeleitet wird.[3]

## Was eine Freimessung nicht leistet

Eine Freimessung kontrolliert die Reinigung. Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt sie nicht, denn nach dem Leitfaden ist aus Messwerten der Raumluft keine quantitative Abschätzung von Exposition und Risiko möglich.[1]

Die AWMF-Leitlinie hält Schimmelpilzmessungen im Innenraum aus medizinischer Indikation für selten sinnvoll und warnt, dass für Menschen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko die zeitliche Verzögerung durch eine Messung selbst ein Risiko darstellt.[5] Eine Messung darf die Sanierung also nicht aufhalten, sie gehört an ihr Ende.

## Wie wir die Freimessung organisieren

Wir vereinbaren das Sanierungsziel vor Beginn schriftlich und beauftragen für die Messung unabhängige Fachleute, so wie es der Leitfaden für die Erfolgskontrolle vorsieht.[1] Bis das Ergebnis vorliegt, bleiben [Abschottung](https://www.stmb24.de/themen/abschottung) und Unterdruckhaltung bestehen.

Fällt die Messung auffällig aus, suchen wir die Ursache, ob Restbefall im Bauteil oder Staub in einer übersehenen Nische, reinigen nach und lassen erneut messen.

24h-Notruf, auch am Wochenende und an Feiertagen

Wasser im Haus? Rufen Sie jetzt an.

Wir klären die Lage am Telefon und kommen zur Schadensaufnahme.

**0162 4428440** 24h Notruf

Belege

Quellen

1. Umweltbundesamt: [Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden](https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/leitfaden-zur-vorbeugung-erfassung-sanierung-von). aktualisierte Auflage April 2024, Kap. 5.2.3, 6.3, 6.3.8 und 6.6, S. 115 bis 119, 130 und 145 bis 151. Abgerufen am 24.09.2026.
2. VDI Verein Deutscher Ingenieure: [DIN ISO 16000-20: Innenraumluftverunreinigungen, Teil 20: Nachweis und Zählung von Schimmelpilzen, Bestimmung der Gesamtsporenanzahl](https://www.vdi.de/mitgliedschaft/vdi-richtlinien/details/din-iso-16000-20-innenraumluftverunreinigungen-teil-20-nachweis-und-zaehlung-von-schimmelpilzen-bestimmung-der-gesamtsporenanzahl-iso-16000-202014). Richtliniendetails, Erscheinungsdatum 2015-11. Abgerufen am 24.09.2026.
3. Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA): [Merkblatt 4-12: Ziele und Kontrolle von Schimmelpilzschadensanierungen in Innenräumen, Kurzfassung](https://www.wta-international.org/fileadmin/user_upload/Geschaeftsstelle/Schriften/Kurzfassungen/4-12-21.pdf). Ausgabe 05.2021/D. Abgerufen am 24.09.2026.
4. Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS), Textfassung im Medienportal der BG BAU: [TRGS 519: Asbest, Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten](https://www.bgbau-medien.de/handlungshilfen_gb/daten/tr/trgs519/14.htm). Nummer 14.5. Abgerufen am 24.09.2026.
5. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): [AWMF-Schimmelpilz-Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“, Update 2023, Kurzfassung für Betroffene](https://register.awmf.org/assets/guidelines/161-001k_S2k_Medizinisch-klinische-Diagnostik-bei-Schimmelpilzexposition-in-Innenraeumen_2024-03.pdf). Register-Nr. 161/001, Stand 05.09.2023, S. 9 und 10. Abgerufen am 24.09.2026.

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