# Perimeterdämmung

> Perimeterdämmung erklärt: wo die Dämmung am Keller liegt, warum XPS verwendet wird, was bei drückendem Wasser gilt und wann bei einer Kellersanierung gedämmt werden muss.

Adresse: https://www.stmb24.de/themen/perimeterdaemmung
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Perimeterdämmung: Kellerwand im Schnitt mit Abdichtung, XPS-Platten außen und unter der Platte, Lupe mit Zellen, Tropfen, Druckpfeilen und Stein](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/perimeterdaemmung/aa30905289-1792367860/perimeterdaemmung-funktionsweise-stmb24-1920x.webp)

# Perimeterdämmung

Auch: Kelleraußendämmung

Eine Perimeterdämmung ist eine Wärmedämmung, die außen auf erdberührten Bauteilen liegt, an Kelleraußenwänden und unter Bodenplatten, außerhalb der Abdichtung und direkt im Erdreich.[1] Sie muss Feuchte aus dem Boden und den Erddruck dauerhaft aushalten, verwendet werden deshalb vor allem geschlossenzellige Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrolschaum.[2] Außerdem schützt sie die Abdichtung beim Verfüllen der Baugrube.[3]

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

## So arbeitet die Perimeterdämmung im Erdreich

![Perimeterdämmung, Funktionsweise: Kellerwand im Schnitt mit schwarzer Abdichtung und hellblauen XPS-Dämmplatten außen und unter der Bodenplatte, Lupe mit geschlossenen Zellen, abperlende Tropfen, Erddruckpfeile, Hauslast und ein Stein beim Verfüllen](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/perimeterdaemmung/89efe186e5-1792367860/perimeterdaemmung-funktionsweise-stmb24.webp)

Schematische Darstellung einer Kellerwand im Schnitt mit schwarzer Abdichtung und Dämmplatten aus extrudiertem Polystyrolschaum außen an der Wand und unter der Bodenplatte, Lupe mit geschlossenen Zellen, abperlenden Tropfen, Druckpfeilen und einem Stein beim Verfüllen. Die Nummern folgen dem Weg vom Dämmstoff über die Lage zur Belastung.

1. **Geschlossene Zellen:** Extrudierter Polystyrolschaum ist ein harter Dämmstoff mit geschlossenzelliger Struktur, das Treibgas in den Poren dämmt. Die geschlossene Oberfläche lässt sich prägen, die meisten Hersteller färben ihre Platten ein.
2. **Außen auf der Abdichtung:** Die Perimeterdämmung liegt außen auf den erdberührten Bauteilen, außerhalb der Abdichtung und direkt im Erdreich. DIN 4108-10 nennt dafür den Typ PW an Wänden und den Typ PB unter Bodenplatten.
3. **Hauslast und Erddruck:** An der Kellerwand drückt der Erddruck auf den Dämmstoff, unter der Bodenplatte trägt er das Gewicht des ganzen Hauses. Dazu kommen Feuchte, versickerndes Regenwasser und an manchen Standorten drückendes Grundwasser.
4. **Kein Wasser in der Platte:** Durch die geschlossene Zellstruktur nimmt XPS auch im direkten Wasserkontakt praktisch kein Wasser auf und widersteht Verrottung und Pilzbefall. Bei drückendem Wasser sind deshalb nur geschlossenzellige Dämmstoffe zulässig, vollflächig verklebt.
5. **Schutz beim Verfüllen:** Die Platten werden erst auf die durchgetrocknete Abdichtung gesetzt und bilden die Schutzschicht nach DIN 18533-1. Beim Verfüllen halten sie Steine und Verdichtungsgeräte von der Abdichtung fern, an den Plattenstößen kann Wasser bis zur Wand gelangen, dicht hält allein die Abdichtung.
6. **Unter der Platte trägt das Haus:** Unter einer lastabtragenden Bodenplatte liegt die Dämmung ebenfalls außerhalb der Abdichtung und trägt die gesamte Last. Wird bei einem bestehenden Gebäude die Abdichtung erneuert, verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz für Wände gegen Erdreich einen U-Wert von höchstens 0,30 W/(m²·K).

## Wo die Perimeterdämmung liegt

Perimeter heißt so viel wie Umfang, und die Perimeterdämmung umschließt den Keller von außen. DIN 4108-10 ordnet Dämmstoffe nach Anwendungsgebieten, für den Perimeter gibt es die Typen PW für die Dämmung erdberührter Wände und PB für die Dämmung unter Bodenplatten, wie das Baustoffinformationssystem WECOBIS bei extrudiertem Polystyrolschaum aufführt.[1]

Bei der Dämmung der Kelleraußenwand wirkt nach der Fachvereinigung der XPS-Hersteller der Erddruck auf den Dämmstoff, bei der Dämmung unter der Bodenplatte das Gewicht des ganzen Hauses.[2] Dazu kommen Feuchte aus dem Erdreich, versickertes Regenwasser und an manchen Standorten drückendes Grundwasser.[2] Weil sie vor der Abdichtung im Erdreich liegt, bekommt die Dämmung Wasser und Erddruck als erste Schicht der Kellerwand ab.

Die Richtlinie der Deutschen Bauchemie nennt die Perimeterdämmung als Beispiel einer Schutzschicht nach DIN 18533-1, die die Abdichtung vor Beschädigung schützt und zugleich dämmt.[3] Am Sockel zeigt sie nicht kapillarleitende XPS-Platten als Schutzschicht vor der Abdichtung.[3] Kommt [Abwasser im Haus nach Rückstau](https://www.stmb24.de/schadenwissen/wasserschaden/abwasser-im-haus-nach-rueckstau) aus den Bodenabläufen hoch, hilft auch die beste Dämmung und Abdichtung außen nicht.

## Extrudierter Polystyrolschaum als Perimeterdämmung

Extrudiertes Polystyrol ist nach WECOBIS ein harter Dämmstoff mit geschlossenzelliger Struktur, hergestellt durch Extrudieren und Blähen von Polystyrol, die Dämmwirkung entsteht durch Treibgas in den Poren.[1] In etwa 80 Prozent der in Deutschland produzierten Platten dient Kohlendioxid mit Ethanol oder Aceton als Treibgas, Spezialprodukte enthalten Kältemittel für einen besseren Dämmwert.[1] Geliefert werden Platten von 20 bis 320 Millimetern Dicke.[1] Das Kältemittel R-134a ist als Treibgas seit 2020 nicht mehr erlaubt, Spezialprodukte mit besserem Dämmwert nutzen andere Kältemittel wie R-152a, die allerdings eine stärkere Treibhauswirkung haben.[1]

Technische Daten von XPS-Dämmplatten (Beispiele)

| Kennwert | Wert |
| --- | --- |
| Rohdichte | 30 bis 35 kg/m³ |
| Druckspannung bei 10 % Stauchung | über 200 bis 700 kPa |
| Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit, Zellinhalt Luft | 0,033 bis 0,035 W/(m·K) |
| Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit, Zellinhalt HFKW | 0,027 W/(m·K) |
| Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl | 80 bis 250 |
| Euroklasse | E |

Beispielwerte ausgewählter Produkte nach WECOBIS, Reiter Technisches, herstellerbedingt abweichend.[1]

Durch die geschlossene Zellstruktur nimmt XPS nach WECOBIS auch im direkten Wasserkontakt praktisch kein Wasser auf, es widersteht verdünnten Säuren und Laugen sowie Verrottung und Pilzbefall.[1] Nicht beständig ist es gegen UV-Strahlung, und bei direktem Kontakt mit PVC-Dichtungsbahnen können Weichmacher das XPS schädigen.[1] Als besonders geeignet beschreibt WECOBIS den Dämmstoff für stark beanspruchte, erdberührte Bereiche, für [Umkehrdächer](https://www.stmb24.de/themen/umkehrdach) ist er als einziger Dämmstoff zugelassen.[1]

Erkennen lässt sich XPS an seiner geschlossenen Oberfläche, die der Hersteller strukturieren oder mit dem Markennamen prägen kann.[1] Die meisten Hersteller färben ihre Platten ein, sodass sie sich vom weißen oder grauen expandierten Polystyrol unterscheiden, es gibt aber auch weißes XPS.[1] Wird expandiertes Polystyrol im Erdreich eingesetzt, ist es nach WECOBIS immer vollflächig verklebt, und auch dann ist der spätere Rückbau aufwendig.[1] Eine [nasse Fassadendämmung](https://www.stmb24.de/schadenwissen/trocknung/nasse-fassadendaemmung-feuchte-im-waermedaemmverbundsystem) aus Mineralwolle verliert viel von ihrer Wirkung, XPS im Erdreich nimmt dagegen auch im Wasserkontakt kaum Feuchte auf.

## Perimeterdämmung im Grundwasser

Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist die Perimeterdämmung aus feuchtetechnischer Sicht nach der Fachvereinigung meist unproblematisch, bei [drückendem Wasser](https://www.stmb24.de/themen/drueckendes-wasser) sind die Anforderungen aber so hoch, dass nur geschlossenzellige Dämmstoffe wie XPS zulässig sind.[2] Dann sind auch die bauaufsichtlichen Zulassungen des Herstellers zu beachten, etwa die Pflicht, die Platten vollflächig mit geeignetem Kleber zu verkleben.[2]

Nicht zu verwechseln sind Dämmplatten mit Mauerschutzplatten oder Dränageplatten. Diese bestehen nach der Fachvereinigung oft auch aus Polystyrol, aber aus offenporigen, bituminös gebundenen Kügelchen, und dienen nur dem Schutz der Abdichtung beim Verfüllen oder der Dränung an der Wand.[2] Wer nach einem Schaden die Platten am Keller freilegt, sollte deshalb wissen, welche Platte dort liegt, bevor er beurteilt, ob sie Wasser aufgenommen hat. Bei einer [Neubautrocknung](https://www.stmb24.de/neubautrocknung) bleiben die Platten außen trocken, weil sie nicht mit der Baufeuchte im Mauerwerk in Berührung kommen.

## Perimeterdämmung, Abdichtung und Verfüllung

Die Dämmplatten werden erst auf die durchgetrocknete Abdichtung gesetzt. Schutzschichten dürfen nach der Richtlinie der Deutschen Bauchemie erst nach vollständiger Durchtrocknung einer Dickbeschichtung aufgebracht werden, und beim Aufbringen darf die Abdichtung nicht beschädigt werden.[3] Verunreinigungen auf der Abdichtung werden vorher entfernt, ohne sie zu verletzen.[3] Steht Wasser im Keller, holt der [Notdienst](https://www.stmb24.de/24-stunden-notdienst) das Wasser heraus, und die Wand innen wird getrocknet, die Platten außen bleiben davon unberührt.

Als Schutzschichten nennt die Richtlinie neben Perimeterdämmplatten aus Hartschaum oder [Schaumglas](https://www.stmb24.de/themen/schaumglas) auch Hartschaumplatten und Dränmatten von mindestens 25 Millimetern Dicke, Bautenschutzmatten aus bitumenverträglichem Gummi- oder Polyethylengranulat ab 6 Millimetern, Beton ab 50 Millimetern und Mauerwerk ab 115 Millimetern.[3] Über der Geländeoberkante muss die Dickbeschichtung zusätzlich vor direkter UV-Strahlung geschützt werden, etwa durch ein Wärmedämmverbundsystem oder eine vorgehängte Fassade.[3]

Bewegungsfugen des Gebäudes sind auch in Schutzschichten zu übernehmen und funktionsfähig zu halten.[3] Beim Verfüllen der Baugrube verhindert die Dämmung, dass Steine oder Verdichtungsgeräte die Abdichtung eindrücken, sie ersetzt aber keine Abdichtung, denn Wasser kann an den Plattenstößen zur Wand gelangen.

Nach dem Rückbau eines Bauwerksteils ist XPS aus sortenreinen Abfällen nach WECOBIS hochwertig verwertbar, bei verklebten Perimeterdämmungen ist der Rückbau aber mit hohem Aufwand verbunden.[1] Am Ende seiner Nutzung kann der Dämmstoff nach der Fachvereinigung in modernen Müllverbrennungsanlagen zur Energieerzeugung genutzt werden.[2]

## Wann bei der Kellersanierung gedämmt werden muss

Wird bei einem bestehenden Gebäude die Abdichtung einer Kellerwand erneuert, hinter der beheizte oder gekühlte Räume liegen, verlangt § 36 des Gebäudemodernisierungsgesetzes, dass die betroffene Fläche den Höchstwert aus Anlage 7 einhält.[4] Nach Zeile 6b gilt für Wände und Decken gegen Erdreich ein Höchstwert des [U-Werts](https://www.stmb24.de/themen/u-wert) von 0,30 W/(m²·K), wenn außenseitige Bekleidungen, Verschalungen, Feuchtigkeitssperren oder Drainagen angebracht oder erneuert werden.[4]

Die Pflicht entfällt nach § 36, wenn höchstens 10 Prozent der Fläche dieser Bauteilgruppe des Gebäudes geändert werden.[4] Nach Fußnote 5 der Anlage gilt sie außerdem nicht für Bauteilflächen, die nach dem 31.12.1983 errichtet oder erneuert wurden und dabei die energiesparrechtlichen Vorschriften eingehalten haben.[4] Als Rechenbeispiel mit angenommenen Flächen: Wird die Abdichtung auf 20 Quadratmetern Kellerwand erneuert und umfasst die Bauteilgruppe des Gebäudes 150 Quadratmeter, sind das rund 13,3 Prozent, die Ausnahme greift dann nicht.[4]

Passt aus technischen Gründen nur eine begrenzte Dämmdicke vor die Wand, reicht nach Fußnote 1 die höchstmögliche Dicke nach den anerkannten Regeln der Technik, wobei der Dämmstoff als Bemessungswert eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,035 W/(m·K) einhalten muss.[4] Für eingeblasene Dämmstoffe und Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen lässt die Fußnote 0,045 W/(m·K) zu.[4] Wie der U-Wert berechnet wird, zeigt der Begriff U-Wert.

## Muss die Perimeterdämmung nach Hochwasser raus?

Nach einem Hochwasser oder einem Starkregen fragen Eigentümer, ob die Dämmung am Keller ersetzt werden muss. Wir legen die Dämmung nicht pauschal frei, wir prüfen die Kellerwand von innen und entscheiden nach dem Feuchtebild, ob außen überhaupt gegraben werden muss.

Sind Abdichtung oder Dämmung bereits offen, etwa bei einer Kellersanierung, sehen wir uns die Platten an, prüfen, ob sie verklebt und unbeschädigt sind, und unterscheiden Dämmplatten von Mauerschutzplatten. Liegt hinter der Dämmung eine schadhafte Abdichtung, wird sie vor dem Verfüllen instand gesetzt. An den Plattenstößen prüfen wir, ob Wasser bis zur Abdichtung gelangt ist und dort Spuren hinterlassen hat. Innen trocknen wir die Kellerräume und halten die Werte im Trocknungsprotokoll fest.

24h-Notruf, auch am Wochenende und an Feiertagen

Wasser im Haus? Rufen Sie jetzt an.

Wir klären die Lage am Telefon und kommen zur Schadensaufnahme.

**0162 4428440** 24h Notruf

Belege

Quellen

1. WECOBIS, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und Bayerische Architektenkammer: [Extrudierter Polystyrolschaum (XPS) (Produktgruppeninformation)](https://www.wecobis.de/produktgruppen-pg/daemmstoffe-pg/daemmstoffe-synthetisch-pg/xps-link.html). Reiter Übersicht (Herstellung, Erscheinungsbild, Rückbaubarkeit) und Technisches (Tabelle Technische Daten, Anwendungsgebiete nach DIN 4108-10). Abgerufen am 05.10.2026.
2. Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX) e.V.: [Perimeterdämmung mit XPS](https://xps-spezialdaemmstoff.de/perimeterdaemmung/xps/). Abschnitte Problem 1: Druck und Problem 2: Grundwasser. Abgerufen am 05.10.2026.
3. Deutsche Bauchemie e.V.: [Richtlinie für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit polymermodifizierten Bitumendickbeschichtungen (PMBC)](https://wissen.deutsche-bauchemie.de/knowledge-base/richtlinie-fuer-die-planung-und-ausfuehrung-von-abdichtungen-mit-polymermodifizierten-bitumendickbeschichtungen-pmbc/). 4. Ausgabe Dezember 2018, elektronische Ausgabe aktualisiert März 2020, Vorwort, Teil A Abschnitte 4 bis 10, Teil B Abschnitte 2, 3, 5 bis 9 mit Tabelle 7, Teil C Abschnitt 1. Abgerufen am 05.10.2026.
4. Bundesministerium der Justiz, Gesetze im Internet: [Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)](https://www.gesetze-im-internet.de/geg/BJNR172810020.html). § 36 und Anlage 7, Zeilen 6b und 6c mit Fußnoten 1 und 5. Abgerufen am 05.10.2026.

Themen von A bis Z

### Verwandte Begriffe

- [Vertikalabdichtung](https://www.stmb24.de/themen/vertikalabdichtung)
- [Bitumendickbeschichtung](https://www.stmb24.de/themen/bitumendickbeschichtung)
- [Oberflächenfeuchte](https://www.stmb24.de/themen/oberflaechenfeuchte)
- [Warmdach](https://www.stmb24.de/themen/warmdach)
- [Alle Themen von A bis Z](https://www.stmb24.de/themen)

Leistungen

### Passend zu diesem Begriff

- [Feuchtigkeitsmessung](https://www.stmb24.de/feuchtigkeitsmessung)
