# Schwarzschimmel

> Schwarzschimmel ist eine Alltagsbezeichnung für dunkel gefärbten Schimmelbefall und kein Name einer bestimmten Pilzart.

Adresse: https://www.stmb24.de/themen/schwarzschimmel
Geprüft am: 2026-10-19
Autor: Andre Wengorra, Geschäftsführer (https://www.stmb24.de/andre-wengorra)
Betrieb: STMB 24 GmbH, Standorte Geesthacht und Grömitz, Einsätze auch in Berlin und Brandenburg

![Schwarzschimmel: dunkler Fleck aus mehreren Arten an der nassen Wand, Lupe mit Pilzformen, Fensterdichtung, Blumentopf mit Kugelpilz, Probe und Messgerät](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/schwarzschimmel/cb7afa2755-1792367892/schwarzschimmel-funktionsweise-stmb24-1920x.webp)

# Schwarzschimmel

Schwarzschimmel ist eine Alltagsbezeichnung für dunkel gefärbten Schimmelbefall und kein Name einer bestimmten Pilzart. Unter Schimmelpilzen fasst das Umweltbundesamt Fadenpilze aus unterschiedlichen taxonomischen Gruppen zusammen, die keine einheitliche systematische Gruppe bilden.[1] Welcher Pilz hinter einem dunklen Fleck steckt, zeigt erst eine Untersuchung im Labor.

![Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24](https://www.stmb24.de/media/pages/andre-wengorra/8318faa812-1791588498/andre-wengorra-80x80-crop.webp)

Von [Andre Wengorra](https://www.stmb24.de/andre-wengorra)

## So viel steckt hinter dem Wort Schwarzschimmel

![Schwarzschimmel, Funktionsweise: Bad mit großem dunklem Fleck aus mehreren Arten an der nassen Wand, Lupe mit Pinsel, Kopf und Schleimtropfen, Fenster mit Punkten in der Dichtung, Blumentopf mit Kugelpilz und Staub, Probe mit Etikett und Feuchtemessgerät](https://www.stmb24.de/media/pages/themen/schwarzschimmel/75e4b952fc-1792367892/schwarzschimmel-funktionsweise-stmb24.webp)

Schematische Darstellung eines Bads nach dem Wasserschaden mit großem dunklem Fleck aus mehreren Arten an der nassen Wand, Lupe mit Pinsel, Kopf und Schleimtropfen, Fenster mit Punkten in der Dichtung, Blumentopf mit Kugelpilz und Staub, Probe mit Etikett und Feuchtemessgerät. Die Nummern folgen vom Alltagsnamen über die Farbe und die Arten zu den Fundorten, zum Labor und zum Schleimpilz.

1. **Dunkel heißt nicht eine Art:** Schwarzschimmel ist eine Alltagsbezeichnung für dunkel gefärbten Befall und kein Name einer bestimmten Pilzart. Auf einem Befall siedeln sich schnell weitere Mikroorganismen an, ein dunkler Fleck kann mehrere Arten zugleich enthalten.
2. **Sporen geben die Farbe:** Das Myzel ist in der Wachstumsphase oft weißlich. Die ungeschlechtlichen Sporen werden in großen Mengen gebildet und tragen häufig Farbe, die Lupe zeigt Pinsel, Köpfe und Sporen der verschiedenen Pilze im Fleck.
3. **Kugelpilz: eher Staub und Erde:** Aspergillus niger wird oft als typischer Schimmelpilz im Innenraum genannt. In feuchten Baumaterialien ist er aber verhältnismäßig selten, relativ häufig dagegen im Hausstaub und in der Erde von Zimmerpflanzen.
4. **Dichtung, Putz, Estrich: häufig:** Auf mineralischen Baustoffen wie Zementestrich, Wandputz und Beton ist die Vielfalt überschaubar: Penicillium in 80 Prozent der Proben, Aspergillus versicolor in 50, Cladosporium in 46, Acremonium in 31 Prozent. Cladosporium und Alternaria zählen zu den Auslösern saisonaler Allergien.
5. **Welcher Pilz: zeigt das Labor:** Welcher Pilz hinter einem dunklen Fleck steckt, zeigt erst eine Untersuchung im Labor. Jede Art trägt einen lateinischen Doppelnamen aus Gattung und Art, und seit 2013 gilt für die geschlechtliche und die ungeschlechtliche Form nur noch ein Name.
6. **Sehr nass: der Schleimpilz:** Stachybotrys chartarum braucht sehr viel Feuchte, eine minimale Wasseraktivität von 0,94, und tritt darum nur bei starker Durchfeuchtung auf, etwa nach einem Wasserschaden. Seine Sporen sammeln sich in Schleim und sind schlecht flugfähig, das Messgerät zeigt die Nässe der Wand.

## Woher die dunkle Farbe kommt

Das Wort Schimmel stammt aus dem Mittelhochdeutschen und ist seit dem neunten Jahrhundert belegt, damals noch als Schimel, lange bevor man Schimmelpilze identifizieren konnte.[1] Es bezeichnete sichtbare Flecken auf Materialien, und in diesem Sinn wird es im Alltag bis heute gebraucht.

Die Farbe liefern vor allem die Sporen. Das [Myzel](https://www.stmb24.de/themen/myzel) ist in der Wachstumsphase oft weißlich, die ungeschlechtlichen Sporen werden dagegen in großen Mengen gebildet und tragen häufig Farbe.[1] Nach den Verbraucherzentralen siedeln sich auf einem Befall schnell weitere Mikroorganismen und Bakterien an, sodass Schimmel in vielfältigen Farben und Formen wachsen kann.[2] Ein dunkler Fleck kann also mehrere Arten zugleich enthalten. Nicht jeder dunkle Belag ist Schimmel, [schwarze Ablagerungen](https://www.stmb24.de/schadenwissen/schimmel/schwarze-ablagerungen-wohnung-fogging-oder-schimmel) an Wänden können auch aus Ruß und Weichmachern der Raumluft stammen.

## Welche Pilze hinter dunklem Befall stecken

Auf mineralischen Baustoffen wie Zementestrich, Wandputz und Beton ist die Vielfalt überschaubar. Das Umweltbundesamt nennt aus Untersuchungen Penicillium in 80 Prozent der Proben, Aspergillus versicolor in 50 Prozent, [Cladosporium](https://www.stmb24.de/themen/cladosporium) in 46 Prozent, Acremonium in 31 Prozent und die Aspergillus-restrictus-Gruppe in 26 Prozent, dazu 18 weitere Gattungen in 1 bis 10 Prozent der Proben.[1]

Cladosporium und Alternaria zählt der Allergieinformationsdienst zu den Hauptauslösern einer saisonalen Schimmelpilzallergie, Penicillium, Aspergillus und Chaetomium zu den Hauptauslösern einer ganzjährigen.[3] [Aspergillus niger](https://www.stmb24.de/themen/aspergillus-niger) wird oft als typischer Schimmelpilz im Innenraum genannt, in feuchten Baumaterialien ist er nach dem Leitfaden aber verhältnismäßig selten, relativ häufig dagegen im Hausstaub und in der Erde von Zimmerpflanzen.[1]

## Wie Schimmelpilze benannt werden

Jede Schimmelpilzart trägt einen lateinischen Doppelnamen. Der erste Teil nennt die Gattung, etwa Aspergillus oder Penicillium, der zweite die Art, etwa [Aspergillus fumigatus](https://www.stmb24.de/themen/aspergillus-fumigatus) oder Penicillium chrysogenum.[1]

Viele Namen haben sich in den letzten Jahren geändert. Molekularbiologische Untersuchungen zeigten, dass manche Pilze in einer geschlechtlichen und einer ungeschlechtlichen Form vorkommen, die bis dahin als eigene Arten beschrieben waren, und seit Beginn des Jahres 2013 gilt für beide Formen nur noch ein Name.[1]

Bei Schäden in Gebäuden dominieren nach dem Leitfaden teils andere Arten als in der natürlichen Umgebung, und auch das macht einen Befall im Innenraum zu einem hygienischen Problem.[1]

## Stachybotrys: der dunkle Pilz nach dem Wasserschaden

Unter den dunklen Pilzen fällt einer nach Wasserschäden besonders auf: [Stachybotrys chartarum](https://www.stmb24.de/themen/stachybotrys-chartarum). Er braucht zum Wachstum sehr viel Feuchte, eine minimale Wasseraktivität von 0,94, und tritt darum nur bei starker Durchfeuchtung des Materials auf, etwa nach einem Wasserschaden.[1]

Seine Sporen sammeln sich in Schleim und sind schlecht flugfähig, und für solche Arten sieht die Bewertungshilfe des Leitfadens eigene, niedrige Schwellen vor. Liegt die Konzentration einer schlecht luftgetragenen Art wie Stachybotrys chartarum in der Innenraumluft um mehr als 50 koloniebildende Einheiten je Kubikmeter über der Außenluft, ist eine Innenraumquelle wahrscheinlich.[1] Weil Stachybotrys sehr nasses Material braucht, gehört bei seinem Nachweis die Messung am Bauteil dazu, und [Malerarbeiten](https://www.stmb24.de/maler-und-lackierarbeiten) folgen erst nach der Entfernung.

In der TRBA 460, der Technischen Regel zur Einstufung von Pilzen in Risikogruppen, steht Stachybotrys chartarum in Risikogruppe 1 mit den Kennzeichen A für mögliche allergene Wirkung und T für Toxinproduktion.[4] Maßgebend für die Risikogruppe ist nach der Regel das Infektionsrisiko für gesunde Beschäftigte, und das Kennzeichen A heißt nur, dass eine allergene Wirkung bekannt ist, ohne eine stärkere Sensibilisierung als bei anderen Arten anzuzeigen.[4]

Zum Vergleich stuft dieselbe Regel Aspergillus niger und Aspergillus fumigatus in Risikogruppe 2 ein, Alternaria alternata, Cladosporium herbarum und Chaetomium globosum in Risikogruppe 1.[4]

Minimale Wasseraktivität für das Wachstum ausgewählter Schimmelpilze

| Schimmelpilzart | minimaler aw-Wert | entspricht etwa relativer Feuchte an der Oberfläche |
| --- | --- | --- |
| Wallemia sebi | 0,69 bis 0,75 | 69 bis 75 % |
| Aspergillus restrictus | 0,71 bis 0,75 | 71 bis 75 % |
| Aspergillus versicolor | 0,78 | 78 % |
| Penicillium chrysogenum | 0,78 bis 0,81 | 78 bis 81 % |
| Cladosporium cladosporioides | 0,86 bis 0,88 | 86 bis 88 % |
| Stachybotrys chartarum | 0,94 | 94 % |

Nach Tabelle 3 des Leitfadens des Umweltbundesamtes. Unter Gleichgewichtsbedingungen entspricht der aw-Wert der relativen Feuchte an der Oberfläche geteilt durch 100.[1]

## Was die Art für die Gesundheit bedeutet

Für die medizinische Diagnostik ist eine Bestimmung der Arten nach der AWMF-Leitlinie nur in Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei Infektionsgefährdung.[5] Invasive Schimmelpilzinfektionen sind selten und erfolgen am ehesten über die Atemwege, und unter den Pilzen der Risikogruppen 2 und 3 nach TRBA 460 hat Aspergillus fumigatus als wichtigster Mykoseerreger die größte Bedeutung.[5] Betroffen sind ganz überwiegend Menschen mit starker oder sehr starker Immunschwäche.[5]

Auch Allergietests helfen nur begrenzt. Für die meisten Schimmelpilze, die bei Feuchteschäden im Innenraum vorkommen, gibt es nach der Leitlinie keine kommerziell erhältlichen Testextrakte, ein negatives Ergebnis schließt gesundheitliche Probleme durch diese Pilze darum nicht sicher aus.[5]

Für Menschen mit einer Allergie auf Schimmelpilze des Innenraums hält der Allergieinformationsdienst eine Luftfeuchtigkeit unter 65 Prozent bei einer Raumtemperatur um 20 Grad Celsius für optimal, erreichbar durch drei- bis viermal tägliches Stoßlüften für 5 bis 15 Minuten, am besten als Querlüftung.[3]

## Was über Gifte bekannt ist

Manche Schimmelpilze bilden Gifte, die Mykotoxine. Nach der AWMF-Leitlinie lassen sich Mykotoxine im Innenraum beim jetzigen Stand der Analytik aber weder sicher bestimmen noch bewerten, und eine Bestimmung im Blut oder Urin hat für die medizinische Praxis keine Bedeutung.[5]

Für luftübertragene Mykotoxikosen sieht die Leitlinie keine ausreichende Evidenz für einen Zusammenhang mit Feuchte- und Schimmelschäden in Innenräumen.[5] Das Umweltbundesamt rät Gutachtern, pauschale Aussagen über potentiell toxische oder infektiöse Wirkungen nachgewiesener Schimmelpilze zu unterlassen, weil sie Betroffene nur verunsichern und für den konkreten Fall keine Aussagekraft haben.[1]

Ein Grund zur Entwarnung ist das nicht. Die Leitlinie hält fest, dass [Schimmelbefall](https://www.stmb24.de/schimmelpilzsanierung) in relevantem Ausmaß in Innenräumen aus Vorsorgegründen nicht toleriert werden soll.[5] Für einen grünen oder weißen Befall gilt das ebenso wie für einen schwarzen.

## Wo dunkler Befall typischerweise auftritt

Die Verbraucherzentralen nennen Raumecken, die Nische unter der Fensterbank und die Anschlüsse von Fenstern als die Stellen, an denen Schimmel meist entsteht, oft erst entdeckt, wenn dunkle Flecken auftauchen.[2] Günstig für Schimmel sind danach unter anderem eine dauerhaft hohe relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 Prozent, feuchte Wände, Decken oder Böden, niedrige Temperaturen an der Innenseite von Außenwänden und schlecht belüftete Stellen, etwa hinter Fußleisten.[2]

Im Bad trifft es häufig Silikonfugen. Auffällig befallene Fugen sollen nach dem Leitfaden erneuert werden, weil sie in der Regel nicht zu reinigen sind.[1]

An kalten Stellen ist meist Kondensat die Ursache und kein Leitungsschaden. Solange die Oberfläche kalt bleibt, kommt der Befall nach jeder Reinigung wieder.

## Selbst entfernen oder Fachbetrieb

Die Verbraucherzentralen halten es für möglich, oberflächlich befallene Flächen bis zu einem halben Quadratmeter selbst zu reinigen, wenn die Ursache bekannt und behoben ist, mit Handschuhen, einem Atemschutz mindestens der Schutzklasse P2, Schutzbrille und eventuell einem Einweg-Overall.[2] Ab einem halben Quadratmeter gehören Fachleute an den Schaden.[2]

Verputzte oder gestrichene Wände können nach dem Umweltbundesamt mit einem alkoholischen Reiniger mit 70 bis 80 Prozent Alkoholanteil abgewischt werden, wegen Brand- und Explosionsgefahr nur in kleinen Mengen und bei guter Durchlüftung.[1] Von Essig rät der Leitfaden bei diffusionsoffenen Baustoffen ab, weil er durch Reaktion mit dem Baustoff den pH-Wert anheben und zusätzliches Nährsubstrat auf die befallenen Stellen bringen kann.[1]

Überstreichen beseitigt keinen Befall. Das Binden mit Farbe oder Lack führt der Leitfaden nur als Übergangsmaßnahme auf, bis saniert werden kann.[1]

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Belege

Quellen

1. Umweltbundesamt: [Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden](https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/leitfaden-zur-vorbeugung-erfassung-sanierung-von). aktualisierte Auflage April 2024, Kap. 1, 5.2.3, 5.3, 6.2.1, 6.3.2 und 6.4.1, S. 13 bis 24, 116 bis 120, 126, 127, 134 und 147. Abgerufen am 24.09.2026.
2. Verbraucherzentralen, Portal verbraucherzentrale.de: [Schimmel an der Wand entfernen: Das können Sie tun](https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen/schimmel-an-der-wand-entfernen-das-koennen-sie-tun-6794). Stand 17.07.2026. Abgerufen am 24.09.2026.
3. Allergieinformationsdienst, Helmholtz Munich: [Schimmelallergie](https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/schimmelallergie). letzte Aktualisierung 06.11.2019. Abgerufen am 24.09.2026.
4. Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS), Textfassung im Medienportal der BG BAU: [TRBA 460: Einstufung von Pilzen in Risikogruppen](https://www.bgbau-medien.de/handlungshilfen_gb/daten/tr/trba460/3.htm). Nummer 2 (Allgemeines) und Nummer 3 (Einstufungen der Pilze). Abgerufen am 24.09.2026.
5. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): [AWMF-Schimmelpilz-Leitlinie „Medizinisch klinische Diagnostik bei Schimmelpilzexposition in Innenräumen“, Update 2023, Kurzfassung für Betroffene](https://register.awmf.org/assets/guidelines/161-001k_S2k_Medizinisch-klinische-Diagnostik-bei-Schimmelpilzexposition-in-Innenraeumen_2024-03.pdf). Register-Nr. 161/001, Stand 05.09.2023, S. 8 bis 10. Abgerufen am 24.09.2026.

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