Zum Inhalt springen
STMB24 GmbH Zur Startseite 24h Notruf 0162 4428440
Feuchtigkeitsmessung: Hygrometer in der Hand zeigt 60 Prozent Luftfeuchte im Raum

Feuchtigkeitsmessung

Eine Feuchtigkeitsmessung zeigt, ob ein Bauteil mehr Feuchtigkeit enthält als üblich, wie weit der Schaden reicht und wann eine Trocknung abgeschlossen ist. Je nach Baustoff arbeiten wir mit Widerstandsmessung, hygrometrischem Verfahren oder der CM-Messung. Jeder Wert steht mit Datum und Messpunkt im Protokoll, das Sie an Ihre Versicherung weitergeben können.

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24
Von Andre Wengorra Geschäftsführer
040 675 8627-10 Hauptsitz Geesthacht
Verfahren
vier, je nach BaustoffWiderstand, Hygrometer, CM-Messung, Wärmebild
Messart
im Raster, nicht punktuellergibt ein Profil über Wand oder Boden
Zerstörungsfrei
zwei von vier VerfahrenEingriff nur bei Hygrometer und CM-Messung
Ergebnis
Messprotokoll mit Datum und Punktverwendbar für Versicherung und Gutachter
Entscheidet über
Belegreife des EstrichsGrundlage für den neuen Bodenbelag

Wozu eine Feuchtigkeitsmessung dient

Feuchtigkeit steckt in jeder Wand und jedem Boden, bis zu einem gewissen Maß ist das normal und richtet keinen Schaden an. Überschreitet der Wassergehalt den Wert, der für das Material üblich ist, muss die Ursache gefunden werden, sonst leidet das Bauteil und es wächst Schimmel.

Die Feuchtigkeitsmessung, auch Feuchtemessung genannt, beantwortet drei Fragen: Liegt überhaupt ein Schaden vor, wie weit reicht er, und wann ist die Trocknung fertig? Ohne die erste Frage wird auf Verdacht saniert, ohne die zweite an der falschen Stelle geöffnet, ohne die dritte entweder zu früh abgebaut oder wochenlang zu lange getrocknet.

Gemessen wird im Raster und nicht an einer einzelnen Stelle. Ein Profil über Wand oder Boden zeigt, wo die Feuchtigkeit sitzt und in welche Richtung sie gewandert ist. Der höchste Wert liegt der Quelle am nächsten, und der Verlauf zum Rand hin trennt einen Schaden aus einer Leitung von Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich aufsteigt.

Vier Verfahren im Vergleich

Keine Methode passt auf jedes Bauteil. Die Wahl hängt davon ab, welches Material geprüft wird, wie tief das Wasser sitzt und ob ein Wert für eine Freigabe gebraucht wird oder nur ein Anhaltspunkt für die Suche. Verbreitet ist außerdem die kapazitive Messung: Das Gerät wird nur aufgesetzt und zeigt die Feuchte in Digits, einer Anzeige ohne feste Einheit. Bei der Suche nach Feuchteschäden sortiert sie zerstörungsfrei vor, die kapazitive Messung reicht aber nur wenige Zentimeter tief und ersetzt keine Messung mit einem Ergebnis in Prozent.

Messverfahren, Einsatz und Aussagekraft
Verfahren Wofür geeignet Was dabei zu beachten ist
Elektrische Widerstandsmessung Übersicht über Wand und Boden, Verlaufskontrolle während der Trocknung Zerstörungsfrei, liefert Vergleichswerte, die je nach Baustoff umgerechnet werden
Hygrometrisches Verfahren Dicke Bauteile, Ausgleichsfeuchte, Messung im Bohrloch Die Luft im Hohlraum braucht Zeit, bis sie mit dem Bauteil im Gleichgewicht ist
CM-Messung Estrich vor dem Verlegen, anerkannter Nachweis der Belegreife Es wird eine kleine Probe entnommen, das Ergebnis liegt direkt vor Ort vor
Wärmebild Schnelle Übersicht über große Flächen, Verlauf von Leitungen Zeigt Temperaturunterschiede, keine Feuchtewerte, immer mit einer Messung bestätigen

Meistens kombinieren wir die Messverfahren. Das Wärmebild grenzt die verdächtige Fläche ein, die Widerstandsmessung liefert das Profil, und wo eine Freigabe gebraucht wird, folgt die CM-Messung. Für die Verlaufskontrolle während einer Trocknung genügen dann dieselben Messpunkte in festen Abständen.

Widerstandsmessung

Die elektrische Widerstandsmessung arbeitet mit zwei Elektroden, die den Widerstand eines Baustoffs bestimmen. Wasser leitet Strom, feuchte Stoffe leiten deshalb besser, ihr Widerstand fällt. Das Messgerät zeigt den Wert in herstellerspezifischen Einheiten, die wir je nach Baustoff umrechnen, denn Beton, Ziegel, Holz und Estrich verhalten sich unterschiedlich.

Der große Vorteil ist die Geschwindigkeit. In wenigen Minuten entsteht ein Raster über eine ganze Wand, ohne dass ein Loch gebohrt wird. Salze im Mauerwerk können den Wert verfälschen, weil sie ebenfalls leiten. Im Altbaukeller prüfen wir eine Feuchtigkeitsmessung dieser Art daher mit einer zweiten Methode nach.

CM-Messung für die Freigabe

Die CM-Messung liefert anerkannte Werte und lässt sich vor Ort durchführen. Genauer ist nur die Darr-Methode im Labor, bei der eine Probe gewogen, getrocknet und erneut gewogen wird. Dem Bauteil wird eine Probe von etwa 10 bis 50 Gramm entnommen, je nach vermuteter Durchfeuchtung, und im Mörser zerkleinert. Grobe Bestandteile wie Kies sortieren wir aus, weil sie keine Feuchte aufnehmen und das Ergebnis verfälschen würden.

Eine abgewogene Menge kommt mit Stahlkugeln und einer Ampulle Calciumcarbid in eine Druckflasche. Das Carbid reagiert mit dem enthaltenen Wasser zu Acetylengas, und am Druck in der Flasche lässt sich der Wassergehalt ablesen. Bei Estrich entscheidet dieser Wert über die Belegreife, also darüber, wann der Bodenleger mit dem neuen Belag beginnen darf.

Wer diesen Nachweis überspringt, riskiert den ganzen Boden. Restfeuchte unter einem dichten Belag findet keinen Weg nach oben, der Kleber löst sich, Parkett schüsselt, und unter Vinyl oder Laminat entsteht Schimmel. Die Kosten dafür übersteigen die einer Messung um ein Vielfaches.

Hygrometrisches Verfahren

Beim hygrometrischen Verfahren messen wir die relative Luftfeuchte in einem Bohrloch oder unter einer abgedichteten Folie, nachdem sich die Luft dort mit dem Bauteil ins Gleichgewicht gesetzt hat. Dieses Warten gehört zur Methode, je nach Bauteil sind mehrere Stunden nötig.

Geeignet ist es für dicke Bauteile wie Mauerwerk, bei denen die Oberfläche längst trocken wirkt, während im Kern noch Wasser sitzt, und für die Frage, auf welche Ausgleichsfeuchte eine Trocknung zuläuft. In Verbindung mit Raumtemperatur und Raumluftfeuchte zeigt es außerdem, ob eine Oberfläche unter den Taupunkt fällt, also ob Kondensat entsteht.

Wann eine Messung sinnvoll ist

Nicht jeder Fleck braucht Messtechnik, aber in diesen Lagen lohnt sie sich:

  • nach einem Wasserschaden, um zu bestimmen, wie weit Wände und Böden durchfeuchtet sind
  • bei muffigem Geruch ohne sichtbare Ursache
  • vor dem Verlegen eines neuen Bodenbelags auf Estrich
  • bei wiederkehrendem Schimmel an derselben Stelle
  • beim Kauf einer Immobilie mit auffälligen Rändern im Keller
  • im Streit mit Vermieter oder Versicherung, wenn Werte statt Meinungen gebraucht werden
  • zur Kontrolle, ob eine Trocknung ihr Ziel erreicht hat

Eine einzelne Messung ist eine Momentaufnahme. Aussagekraft entsteht durch den Vergleich: mit einer unbelasteten Stelle im selben Gebäude, mit demselben Punkt einige Tage später oder mit dem Wert, den der Baustoff im trockenen Zustand haben sollte.

Messwerte, die Sie weitergeben können

Jede Messung der Feuchtigkeit steht im Protokoll mit Datum, Uhrzeit, Messpunkt, Methode und Wert. Die Messpunkte markieren wir, damit spätere Messungen an derselben Stelle stattfinden und die Reihe vergleichbar bleibt. Fotos der Messstellen kommen dazu.

Dieses Protokoll ist Teil der Dokumentation für Ihre Versicherung. Es belegt, dass ein Schaden vorlag, wie groß er war und dass die Trocknung bis zum Zielwert lief und keinen Tag länger. Kommt ein Regulierer, liegt ihm damit eine nachvollziehbare Reihe vor, und viele Rückfragen erledigen sich von selbst.

Messung als eigener Auftrag

Sie können die Feuchtigkeitsmessung auch einzeln beauftragen, ohne Sanierungsauftrag. Das kommt vor bei Kaufinteressenten, bei Eigentümern, die einem Verdacht nachgehen, und bei Mietern, die vor einem Gespräch mit dem Vermieter Zahlen in der Hand haben möchten.

Zur Feuchtemessung kommen wir zum vereinbarten Termin, messen im Raster, ordnen die Werte ein und sagen Ihnen offen, ob überhaupt ein Schaden vorliegt. Ergibt sich ein Befund, besprechen wir die nächsten Schritte, von der Suche nach der Quelle über die Trocknung bis zur Sanierung. Ergibt sich keiner, steht das ebenso im Protokoll.

Feuchtigkeitsmessung an Wand, Boden und Fliese

  • Feuchtigkeitsmessung mit Kugelsonde B 60 an der Wand über der Sockelleiste, die Hydromette UNI 2 zeigt 144,0 Foto groß ansehen
    Am Wandfuß beginnt die Messreihe, von dort ziehen wir die Feuchtegrenze nach oben
  • Feuchtigkeitsmessung an der Badewanne: Kugelsonde an den Fliesen unter der offenen Revisionsöffnung, Anzeige 152,9 Foto groß ansehen
    Die Kugelsonde misst durch die Fliese hindurch, gebohrt wird dafür nicht
  • Feuchtigkeitsmessung im Geräteschrank: Kugelsonde am Boden hinter Ablaufschlauch und Aquastop-Ventil, Anzeige 105,6 Foto groß ansehen
    Unter Wasch- und Spülmaschinenanschlüssen messen wir zuerst, dort beginnen viele Schäden
  • Feuchtigkeitsmessung im Treppenhaus: Kugelsonde an der Wand mit Wasserrändern und abgeplatzter Farbe, Anzeige 129 Foto groß ansehen
    Wasserränder zeigen, wie weit das Wasser kam, die Messung zeigt, wo es noch steckt
  • Feuchtigkeitsmessung an trockener Stelle: Hydromette mit Kugelsonde an der weißen Putzwand zeigt nur 32,3 Foto groß ansehen
    Der niedrige Wert ist der Vergleichspunkt für alle anderen Messstellen im Raum
  • Feuchtigkeitsmessung mit Einschlagelektrode: zwei Stifte im Putz knapp über dem Estrich, die Hydromette zeigt 64,5 Foto groß ansehen
    Die Stifte messen im Material selbst und ergänzen die Messung mit der Kugelsonde

Schnelle Hilfe rund um die Uhr

Ein geplatztes Rohr, ein Wassereinbruch oder ein übergelaufener Keller? Wir sind sofort für Sie da, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

0162 4428440

Feuchtigkeitsmessung: häufige Fragen

Was kostet eine Feuchtigkeitsmessung?

Der Preis hängt von Aufwand, Fläche und Messverfahren ab, eine einzelne Messung im Rahmen eines Sanierungsauftrags rechnen wir anders ab als einen eigenständigen Termin mit Protokoll. Wir nennen Ihnen den Preis vorab am Telefon, sobald wir wissen, welche Räume geprüft werden sollen und ob ein schriftlicher Nachweis gebraucht wird.

Ist die Messung zerstörungsfrei?

Widerstandsmessung und Wärmebild arbeiten ohne Eingriff. Das hygrometrische Verfahren braucht ein kleines Bohrloch, das anschließend geschlossen wird. Nur die CM-Messung verlangt eine Materialprobe, meist aus dem Estrich, und diese Stelle wird danach wieder verfüllt. Bei einem geplanten neuen Bodenbelag fällt sie ohnehin nicht ins Gewicht.

Kann ich mit einem Baumarktgerät selbst messen?

Für einen ersten Eindruck taugen einfache Messgeräte, für Entscheidungen nicht. Sie zeigen Vergleichswerte ohne Bezug zum Material, reagieren auf Salze und Metall im Putz und liefern keine Zahl, die vor einer Versicherung Bestand hat. Für die Belegreife eines Estrichs ist ohnehin die CM-Messung maßgeblich, die Laborzubehör und Übung verlangt.

Wie oft wird während einer Trocknung gemessen?

Zu Beginn der Feuchtemessung legen wir die Messpunkte fest und nehmen den Ausgangswert auf. Danach messen wir in festen Abständen, meist bei jedem Kontrollbesuch, und zum Abschluss vor dem Abbau der Geräte. Die Abstände richten sich nach Bauteil und Verlauf: Fallen die Werte langsam, messen wir seltener, bei schnellen Änderungen häufiger.

Ab welchem Wert ist ein Bauteil zu feucht?

Das hängt vom Baustoff ab, einen einheitlichen Grenzwert gibt es nicht. Holz, Ziegel, Beton und Zementestrich haben jeweils eigene übliche Bereiche. Für Estrich vor dem Belegen gelten anerkannte CM-Grenzwerte, die sich nach Estrichart und geplantem Belag richten. Als Maßstab dient uns daher immer eine trockene Stelle im selben Gebäude.

Zeigt eine Wärmebildkamera Feuchtigkeit an?

Nicht direkt. Sie zeigt Temperaturunterschiede an der Oberfläche, und feuchte Zonen sind durch Verdunstung oft kühler. Ebenso kühl erscheinen aber Wärmebrücken, Luftundichtigkeiten und verdeckte Bauteile. Eine Wärmebildaufnahme grenzt die Fläche also schnell ein und ersetzt keine Messung, sie führt zu den Punkten, an denen gemessen wird.

Taugt das Protokoll als Nachweis gegenüber der Versicherung?

Ja, dafür ist es gemacht. Jeder Wert steht mit Datum, Messpunkt, Verfahren und Gerät im Protokoll, ergänzt um Fotos der markierten Stellen. Regulierer und Sachverständige können den Verlauf damit ohne eigenen Ortstermin nachvollziehen. Über die Leistungspflicht entscheidet weiterhin der Versicherer, die Zahlen liefern wir.

Feuchtigkeitsmessung vor Ort

Schleswig-Holstein

Wer für Sie zuständig ist

Geesthacht

Charlottenburger Str. 14
21502 Geesthacht

Tel. 04152 8859710

Grömitz

Kirchenstraße 37
23743 Grömitz

Tel. 04562 18 19 630

Weitere Leistungen im Schadensfall

Wasserschadensanierung

Schnelle Hilfe bei Wasserschäden: zeitnahe Schadensaufnahme, Ursachenklärung und persönliche Beratung vor Ort, bei akuten Schäden rund um die Uhr.

Leckageortung

Zerstörungsfreie Ortung von Leckagen an Rohrleitungen mit Akustik, Tracergas, Thermografie und Endoskopie. Mit Bericht und Bilddokumentation für die Versicherung.

Schimmelpilzsanierung

Fachgerechte Beseitigung von Schimmelbefall nach dem Leitfaden für Schimmelpilzsanierung, inklusive kompletter Wiederherstellung der betroffenen Räume.

Dokumentation

Messprotokolle, Bilddokumentation, Einsatzberichte und Energieübersicht: alle Vorgänge sauber dokumentiert, zur Vorlage bei Gutachtern und Versicherungen.

Trocknungsgerät mieten

Moderner Maschinenpark zum Verleih, mit Beratung durch unser Fachpersonal zum passenden Gerät und Verfahren.

Ursachen von Wasserschäden

Vom Rohrbruch bis zum schleichenden Leck: welche Ursachen hinter Wasserschäden stecken und warum versteckte Schäden oft erst spät auffallen.

Sofortmaßnahmen bei Wasserschäden

Vom Abpumpen des Wassers bis zur Notreparatur: was wir bei akuten Wasserschäden sofort tun und was Sie selbst tun können, bevor wir da sind.

Kosten und Abwicklung

Trocknung und Wiederherstellung übernimmt in der Regel die Gebäudeversicherung. Wir erstellen das Angebot und helfen bei der Abwicklung mit Ihrer Versicherung.

Nach oben 24h Notruf 0162 4428440