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Schadenwissen zum Wasserschaden: Wassertropfen schlägt auf einen nassen Holzboden und bildet eine Wasserkrone

Beruf und Ausbildung

Du überlegst, in die Schadensanierung zu wechseln oder hier zu lernen? In diesem Bereich erzählen wir, wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht, was man verdient und wie der Quereinstieg gelingt. Ohne Hochglanz, dafür ehrlich: Es ist ein Beruf mit Technik, mit Verantwortung und mit Menschen in Ausnahmesituationen.

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra, Geschäftsführer

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Der Alltag in der Schadensanierung

Schadensanierung ist ein Beruf, den kaum jemand als Kind auf dem Zettel hat. Die meisten, die bei uns arbeiten, sind über einen Umweg gekommen: aus dem Trockenbau, aus der Sanitärinstallation, vom Bau, manchmal aus einer ganz anderen Branche. Deshalb steht hier, wie die Arbeit wirklich aussieht.

Wie ein Tag abläuft

Der Tag beginnt am Standort mit der Tourenplanung: welche Einsätze anstehen, wo Geräte nachgemessen oder umgesetzt werden müssen, wo eine neue Schadensaufnahme wartet. Dann geht es raus, meistens zu zweit, mit dem Fahrzeug und der Technik, die für die Einsätze gebraucht wird.

Ein großer Teil der Arbeit ist Messen und Protokollieren. Geräte kontrollieren, Werte aufnehmen, Fotos machen, den Verlauf dokumentieren. Das klingt unspektakulär, ist aber der Kern: Eine Trocknung ohne saubere Messreihe ist nicht abrechenbar und nicht abnahmefähig.

Dazu kommen die Einsätze, bei denen es schnell gehen muss. Ein Rohrbruch wartet nicht, und wer Notdienst hat, fährt auch nachts. Was dabei zu tun ist, beschreibt der 24-Stunden-Notdienst.

Was der Beruf von dir verlangt

Technisches Verständnis, mehr als Kraft. Du arbeitest mit Messgeräten, mit Trocknungstechnik, mit Ortungsverfahren wie Tracergas und Thermografie. Vieles davon lernst du bei uns, aber du musst Lust darauf haben, zu verstehen, warum ein Gerät tut, was es tut.

Selbstständiges Arbeiten. Du stehst oft allein oder zu zweit in einer fremden Wohnung und triffst Entscheidungen, ohne jemanden fragen zu können.

Und vor allem: Umgang mit Menschen in einer schlechten Lage. Wer uns anruft, hat gerade Wasser im Wohnzimmer, schläft vielleicht seit Tagen schlecht und weiß nicht, was das kostet. Ruhig bleiben, erklären, was passiert, und keine Versprechen machen, die nicht halten: Das ist ein wesentlicher Teil der Arbeit und der Grund, warum nicht jeder gute Handwerker ein guter Schadensanierer ist.

Was gut ist und was nicht

Dafür spricht: Kein Tag ist wie der andere, und die Arbeit hat ein sichtbares Ende. Du kommst in eine Wohnung, in der es schlimm aussieht, und du gehst, wenn sie wieder bewohnbar ist. Die Technik ist modern, die Fahrzeuge sind gut ausgestattet, und der Betrieb ist krisenfest, weil Wasserschäden nicht von der Konjunktur abhängen.

Dagegen spricht: Es ist schmutzig, es ist laut, und im Notdienst klingelt das Telefon auch am Sonntag. Du arbeitest in Wohnungen, in denen es nach nassem Estrich riecht, und manchmal in Kellern, in denen Abwasser stand. Wer eine planbare Woche von acht bis vier sucht, wird hier nicht glücklich.

Quereinstieg ist der Normalfall

Es gibt keinen Ausbildungsberuf Schadensanierer. Die Leute kommen aus anderen Gewerken, und das ist kein Nachteil, sondern der übliche Weg.

Gut passt, wer aus dem Trockenbau, der Sanitärinstallation, der Elektrik oder dem Bodenlegen kommt, weil er den Aufbau eines Gebäudes kennt. Wer handwerklich geschickt ist und Führerschein hat, aber aus einer anderen Branche kommt, steigt als Helfer ein und wächst in die Technik hinein. Wir schulen intern, und für die Ortungstechnik gibt es Herstellerschulungen.

Was du mitbringen musst, ist Zuverlässigkeit. Wenn ein Termin steht, steht er, denn am anderen Ende wartet jemand in einer nassen Wohnung.

Wie du anfängst

Ruf an oder schick uns deine Nummer, den Rest klären wir im Gespräch. Wir brauchen kein Anschreiben und keinen lückenlosen Lebenslauf, um mit dir zu sprechen. Welche Stellen gerade offen sind, an welchem Standort und in welchem Gewerk, steht unter Jobs bei STMB24.

Ausbildung im Betrieb

Wer direkt von der Schule kommt, lernt bei uns ein Handwerk und wächst nebenbei in die Sanierung hinein. Das geht im Ausbau ebenso wie im kaufmännischen Bereich, denn die Auftragsabwicklung mit Versicherern ist ein eigener Beruf.

Du bist von Anfang an auf Baustellen dabei, nicht erst im dritten Lehrjahr. Das heißt mehr Verantwortung früher, und es heißt auch, dass du nach der Ausbildung wirklich etwas kannst. Wer bleibt, geht danach in die Technik, in die Bauleitung oder in die Schadensaufnahme.

Womit du arbeitest

Die Ausrüstung ist der Teil, der Technikinteressierte hält. Ortungsgeräte für den Leckschall, Tracergas mit Spürgerät, Wärmebildkameras, Endoskope, Rohrkameras. Auf der Trocknungsseite Kondensations- und Adsorptionstrockner, Seitenkanalverdichter, Messtechnik für Estrich, Holz und Raumluft.

Das alles will verstanden werden, sonst misst man Zahlen ohne Bedeutung. Deshalb ist der Einstieg auch kein Wochenendkurs: Die ersten Monate fährst du mit, siehst zu, machst mit, und übernimmst Einsätze erst, wenn du sie beurteilen kannst. Wie die Ortung im Einzelnen funktioniert, zeigt die Leckageortung.

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