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Schadenwissen zum Wasserschaden: Wassertropfen schlägt auf einen nassen Holzboden und bildet eine Wasserkrone

Schadenwissen

Wie ein Wasserschaden abläuft, was er kostet, wer ihn zahlt und wann Schimmel gefährlich wird. Antworten vom Betrieb, der die Schäden behebt.

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra, Geschäftsführer

Weitere Bereiche

Wie ein Wasserschaden abläuft

Fünf Schritte vom Schaden bis zur fertigen Wohnung

  1. Sichern

    Wasser abstellen, Strom im nassen Bereich trennen, stehendes Wasser aufnehmen. Das passiert in den ersten Minuten und verhindert den größten Teil des Folgeschadens.

  2. Orten

    Solange die Austrittsstelle unbekannt ist, wird nicht getrocknet und nicht geöffnet. Moderne Verfahren finden das Leck, ohne den Boden großflächig aufzustemmen. Welche das sind und wann welches greift, steht unter Leckageortung.

  3. Trocknen

    Der längste Teil. Je nach Aufbau ein bis vier Wochen, in schwierigen Fällen länger. Das Ende bestimmt ein Messwert, nicht der Kalender.

  4. Prüfen

    Vor dem Wiederaufbau wird gemessen, ob der Untergrund den Zielwert erreicht hat. Dieser Schritt wird am häufigsten übersprungen und ist der häufigste Grund für Schimmel im Jahr danach.

  5. Aufbauen

    Estrich, Trockenbau, Fliesen, Maler, Boden, Küche, in dieser Reihenfolge und mit den Materialien, die vorher da waren.

Wo die Kosten entstehen

Nicht beim Absperren und nicht beim Aufstellen der Geräte. Teuer wird ein Wasserschaden an zwei Stellen: wenn viel Fläche geöffnet werden muss, und wenn die Trocknung lange läuft.

Beides hängt davon ab, wie früh der Schaden bemerkt wurde und wie genau geortet wurde. Ein Leck, das nach zwei Stunden gefunden und punktgenau geöffnet wird, kostet einen Bruchteil desselben Lecks, das drei Wochen unbemerkt lief. Deshalb ist schnelles Handeln kein guter Rat, sondern der größte Posten auf der Rechnung, den Sie selbst beeinflussen können.

Warum es diese Texte gibt

Wir schreiben hier nicht über unsere Leistungen, sondern über das, was Kunden uns am Telefon fragen. Jeder Text hat einen Autor aus dem Betrieb. Wo es um Zahlen geht, nennen wir Spannen und sagen dazu, wovon sie abhängen.

Was Sie hier nicht finden, ist eine Ferndiagnose. Ob in Ihrem Fall geöffnet werden muss, wie lange getrocknet wird und was das kostet, lässt sich erst nach einer Messung vor Ort sagen. Alles davor ist eine Schätzung, und die hilft niemandem.

Was Sie auf diesen Seiten finden

Die Bereiche sind nach dem Ablauf geordnet, nicht nach unseren Abteilungen. Wer gerade Wasser im Flur hat, geht in den ersten Bereich und findet dort die Sofortmaßnahmen. Wer wissen will, wer zahlt, geht in den Bereich Versicherung. Wer die Geräte nicht mehr hören kann, findet unter Trocknung, wie lange sie noch stehen müssen und woran das Ende erkennbar ist.

Dazu kommen zwei Bereiche für besondere Lagen: Ferienimmobilien mit ihrem Leerstandsproblem und der Wiederaufbau nach der Trocknung, bei dem die Reihenfolge der Gewerke über das Ergebnis entscheidet.

Wer bezahlt

In den meisten Fällen nicht Sie. Das Gebäude läuft über die Wohngebäudeversicherung, die Einrichtung über die Hausratversicherung, und wer den Schaden bei einem anderen verursacht hat, über seine Privathaftpflicht. Bruchschäden an wasserführenden Leitungen im Gebäude sind nach den üblichen Bedingungen mitversichert.

Nicht gedeckt ist Wasser von außen: Starkregen, Hochwasser, Rückstau aus dem Kanal. Dafür braucht es den Zusatz für Elementarschäden, und Sturmflut bleibt auch dort ausgeschlossen.

Zwei Dinge sind Ihre Pflicht: den Schaden unverzüglich melden und tun, was den Schaden kleiner hält. Wer beides tut und es festhält, hat bei der Regulierung selten Probleme. Wie wir die Unterlagen dafür erstellen, steht unter Dokumentation.

Die Frage, die am häufigsten gestellt wird

Ob die Versicherung eine Firma vorschreiben darf. Die Antwort ist nein. Ein Versicherer darf einen Betrieb aus seinem Netz vorschlagen, und das kann die Abwicklung beschleunigen. Aussuchen dürfen Sie.

Der Folgeschaden, der am meisten kostet

Schimmel entsteht nach einem Wasserschaden nicht aus Zufall, sondern wenn zu kurz oder zu spät getrocknet wurde. Sporen sind immer in der Luft, sie brauchen nur dauerhaft Feuchtigkeit. Unter warmen Bedingungen reichen dafür wenige Tage.

Das Tückische daran ist die Reihenfolge: Erst wächst der Befall im Material, sichtbar wird er viel später. Der klassische Fall ist der Boden, der nach einer verkürzten Trocknung wieder verlegt wurde. Oben liegt neues Laminat, unten arbeitet es weiter, und im nächsten Sommer riecht die Wohnung.

Deshalb ist die Messung vor dem Wiederaufbau kein bürokratischer Schritt, sondern der billigste Teil des ganzen Vorgangs. Was zu tun ist, wenn der Befall schon da ist, steht unter Schimmelpilzsanierung.

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