Zum Inhalt springen
STMB24 GmbH Zur Startseite 24h Notruf 0162 4428440
Wasserschadensanierung: Wassertropfen schlägt auf einem nassen Holzboden auf

Wasserschaden

Ein Wasserschaden kommt fast immer überraschend, und die ersten Stunden entscheiden über das Ausmaß. In diesem Bereich finden Sie die Anleitungen für den Ernstfall, die Abläufe dahinter und die Antworten auf die Kostenfragen. Geschrieben von einem Betrieb, der diese Schäden jeden Tag behebt.

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra, Geschäftsführer

Weitere Texte im Bereich

Leistungen und Fachbegriffe

Was bei einem Wasserschaden zählt

Ein Wasserschaden wird selten dort entdeckt, wo er entstanden ist. Der erste Hinweis ist meistens ein dunkler Fleck an der Decke, ein warmer Streifen im Boden, muffige Luft im Schlafzimmer oder eine Wasseruhr, die läuft, obwohl niemand Wasser zapft. Zwischen dem Austritt und dem Moment, in dem jemand ihn bemerkt, liegen bei schleichenden Leckagen oft Wochen.

Die ersten Handgriffe entscheiden über die Höhe des Schadens

Hauptabsperrhahn zu, Strom im nassen Bereich aus, stehendes Wasser aufnehmen. Das sind die drei Dinge, die jeder selbst tun kann, und sie machen den größten Unterschied. Jede Stunde, in der Wasser im Bodenaufbau steht, vergrößert die Fläche, die später geöffnet und getrocknet werden muss. Was im Einzelnen zu tun ist und in welcher Reihenfolge, steht unter Sofortmaßnahmen bei Wasserschäden.

Genauso wichtig ist, was Sie lassen sollten. Fassen Sie keine nasse Deckenleuchte an, auch nicht bei ausgeschaltetem Licht. Lassen Sie nasse Teppiche und Kartons nicht liegen, sie saugen sich voll und geben die Feuchte an den Boden zurück. Und trocknen Sie nichts mit dem Haartrockner: Warme Luft treibt die Feuchte tiefer in den Baustoff, statt sie herauszuholen.

Was ein Wasserschaden kostet und wer ihn zahlt

Eine belastbare Zahl gibt es erst, wenn die nasse Fläche bekannt ist. Der Aufwand hängt an vier Dingen: wie viel Fläche nass ist, welcher Aufbau unter dem Belag liegt, ob geöffnet werden muss und wie lange die Trocknung läuft. Ein Raumluftschaden in einer Wohnung liegt in einer völlig anderen Größenordnung als eine Dämmschichttrocknung über mehrere Zimmer mit anschließendem Wiederaufbau.

Bezahlt wird das in den meisten Fällen nicht aus eigener Tasche. Bruchschäden an wasserführenden Leitungen im Gebäude sind nach den üblichen Bedingungen mitversichert, und das Gebäude selbst läuft über die Wohngebäudeversicherung. Den vollständigen Ablauf von der Schadensaufnahme über die Ortung bis zur Abnahme, und was wir dabei für den Versicherer festhalten, beschreibt die Wasserschadensanierung.

Wasser bleibt nicht, wo es austritt

Das ist der Punkt, den fast alle unterschätzen. Wasser folgt der Schwerkraft, aber es folgt auch der Kapillarwirkung und wandert dabei sogar aufwärts, in Mauerwerk, Estrich und Putz hinein. In einer Holzbalkendecke läuft es waagerecht in der Schüttung zwischen den Balken weiter und tropft zwei Zimmer entfernt aus der Decke. Unter einem schwimmenden Estrich verteilt es sich in der Dämmschicht über den ganzen Raum, während die Oberfläche völlig trocken aussieht.

Die Größe des Flecks sagt deshalb nichts über die Größe des Schadens. Vor jeder Trocknung messen wir die nasse Fläche aus, nicht nur die sichtbare Stelle. Nicht selten ist die betroffene Fläche ein Vielfaches dessen, was von oben zu sehen war.

Warum die Ursache vor die Trocknung gehört

Ein Trockner, der neben einer laufenden Leckage steht, arbeitet gegen eine offene Leitung. Bevor getrocknet wird, muss deshalb feststehen, wo das Wasser herkommt. Bei einem sichtbaren Rohrbruch ist das schnell geklärt. Sitzt das Leck unter dem Estrich, in der Wand oder in der Fußbodenheizung, braucht es Technik: Akustik, Tracergas, Thermografie oder eine Kamera im Rohr. Welches Verfahren wann greift und was es kostet, steht unter Leckageortung.

Erst wenn die Stelle punktgenau bekannt ist, wird geöffnet. Das ist der Unterschied zwischen einer Bohrung von wenigen Zentimetern und einem aufgestemmten Flur.

Trocknen heißt messen

Trocknung ist kein Aufstellen und Abwarten. Am Anfang steht eine Messung, die den Ausgangswert festhält, danach wird in Abständen nachgemessen und jeder Wert protokolliert. Fertig ist die Trocknung nicht, wenn die Geräte lange genug gelaufen sind, sondern wenn der Baustoff seinen normalen Feuchtegehalt wieder erreicht hat. Bei Estrich heißt dieser Punkt Belegreife und wird mit einem eigenen Messverfahren bestimmt.

Wer die Geräte zu früh abholt, bekommt den Schaden zurück, meistens als Schimmel hinter dem neuen Bodenbelag. Dann beginnt alles von vorn, nur teurer.

Weitere Bereiche im Schadenwissen

Wer zahlt was

Versicherung und Recht

Erkennen und sanieren

Schimmel

Technik und Messwerte

Trocknung und Messtechnik

Leerstand und Frost

Ferienimmobilie

Wiederaufbau der Gewerke

Ausbau und Wiederherstellung

Einstieg und Alltag

Beruf und Ausbildung

Nach oben 24h Notruf 0162 4428440