Neubautrocknung
Bei der Neubautrocknung wird die Baufeuchte aus Putz, Estrich und Mörtel entzogen, damit die Folgegewerke früher beginnen können. Bautrockner entziehen der Raumluft Feuchtigkeit, Ventilatoren halten sie an den Oberflächen in Bewegung, eine Bauheizung sichert im Winter die nötige Temperatur. Die Belegreife des Estrichs weist STMB24 mit der CM-Messung nach.
- Ziel
- Ausgleichsfeuchte der BaustoffeVoraussetzung für Boden, Tapete und Türen
- Technik
- Trockner, Ventilatoren, BauheizungZusammenspiel entscheidet über das Tempo
- Nachweis
- CM-Messung für den Bodenlegerschriftlich vor dem Verlegen
- Winterbetrieb
- mit Bauheizung möglichverhindert Frostschäden an Putz und Estrich
- Miete oder Auftrag
- beides möglichGeräte mit Einweisung oder betreuter Einsatz
Warum ein Neubau getrocknet werden muss
In der Bauphase wird viel Wasser verbaut: im Beton, im Mörtel, im Putz, im Estrich und in den Spachtelmassen. Regen während der Rohbauphase bringt weitere Feuchtigkeit in die Konstruktion. Diese Feuchtigkeit muss durch eine Bautrocknung heraus, bevor Bodenbeläge, Türen und Farbe kommen, sonst arbeitet es unter der fertigen Oberfläche weiter.
Ein Estrich, der zu früh belegt wird, gibt seine Feuchte unter den Belag ab. Parkett und Laminat quellen auf, Kleber löst sich, und unter dichten Belägen entsteht Schimmel. Bei Türen und Zargen führt zu hohe Luftfeuchtigkeit zum Verzug, frisch gestrichene Wände zeigen Flecken, und Tapeten lösen sich an den Kanten. Auf zu früh gestrichenen Wänden droht außerdem Schimmelbildung.
Früher trockneten Gebäude über Monate von allein aus, weil zwischen Rohbau und Innenausbau viel Zeit lag. Heute soll ein Neubau kurz nach dem Rohbau bezugsfertig sein, und diese Lücke schließt die technische Neubautrocknung.
So funktioniert die Bautrocknung
Bei der Neubautrocknung senken Trocknungsgeräte die Luftfeuchtigkeit im Raum. Die Baustoffe geben ihre Feuchtigkeit an die trockene Luft ab, bis sie ihre Ausgleichsfeuchte erreichen. Ventilatoren halten die Luft an den Oberflächen in Bewegung, damit dort ständig trockene Luft ansteht und das Wasser schneller verdunstet.
Auf das Zusammenspiel kommt es an. Ein Trockner ohne Luftbewegung arbeitet an einer stehenden, gesättigten Schicht direkt über dem Estrich vorbei. Ventilatoren ohne Trockner verteilen die Feuchte nur im Gebäude. Zu kalte Räume bremsen beides, weil kalte Luft wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Wie viele Geräte ein Geschoss braucht, ergibt sich aus Raumvolumen, Baustoff und Zeitvorgabe.
Ob der Estrich belegreif ist, zeigt am Ende die CM-Messung. Ihren Wert geben wir dem Bodenleger schriftlich, damit er auf einem freigegebenen Untergrund arbeitet und die Gewährleistung nicht an einer offenen Frage hängt.
Wann welche Technik zum Einsatz kommt
Die Wahl der Bautrockner hängt von Temperatur, Bauzustand und Zeitplan ab. Diese Übersicht zeigt, was wann passt.
Bei frischem Estrich gilt eine Besonderheit. Er braucht zunächst eine kontrollierte Phase, in der er abbindet, bevor scharf getrocknet wird. Wer sofort Vollgas gibt, bekommt Risse und aufgeschüsselte Ränder, und beides kostet später mehr als die gewonnenen Tage wert sind. Diese Abfolge stimmen wir mit dem Estrichleger ab.
Bauheizung für die kalte Jahreszeit
Im Winter wird durchgearbeitet, und kalte Luft nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Eine Bauheizung hält die Räume auf einer Temperatur, bei der die Trocknung läuft und bei der Putz, Estrich und Spachtelmassen ohne Frostschäden abbinden. Gefriert das Wasser im frischen Mörtel, verliert das Bauteil dauerhaft an Festigkeit.
- weniger witterungsbedingte Ausfallzeiten
- besseres Arbeitsklima für alle Gewerke auf der Baustelle
- Materialien lassen sich verarbeiten, statt auf Tauwetter zu warten
- Putz und Estrich binden gleichmäßig ab
- kürzere Bauzeit und früherer Einzug
Bautrocknung und Bauheizung zusammen verkürzen die Bauzeit spürbar. Gemessen an der Bausumme ist das ein kleiner Posten, der über den Einzugstermin entscheidet und Zwischenmieten oder doppelte Belastungen vermeidet.
Ablauf eines Einsatzes
Wir stimmen die Bautrocknung mit dem Bauzeitenplan ab, damit die Anlage dann arbeitet, wenn sie gebraucht wird, und nicht Wochen früher.
Von der Anfrage bis zur Freigabe des Bodens
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Schritt 1
Anfrage und Planung
Sie nennen Grundfläche, Bauzustand, Jahreszeit und Zieltermin. Daraus ergeben sich Gerätezahl und voraussichtliche Laufzeit.
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Schritt 2
Aufbau
Trockner und Ventilatoren kommen an ihren Platz, Strom und Kondensatablauf werden geklärt, die Zählerstände notiert.
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Schritt 3
Betrieb und Kontrolle
Die Anlage läuft durchgehend. Zu den Kontrollterminen messen wir nach, stellen Geräte an neue Plätze und ändern bei Bedarf die Luftführung.
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Schritt 4
CM-Messung
Sobald die Werte es erwarten lassen, prüfen wir die Belegreife des Estrichs mit der CM-Messung.
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Schritt 5
Freigabe und Abbau
Der Wert geht schriftlich an Bauherrn und Bodenleger, danach holen wir die Geräte ab.
Wie lange ein Einsatz dauert, hängt von Fläche, Estrichart, Dicke und Temperatur ab. Zementestrich braucht deutlich länger als Anhydritestrich, und jede zusätzliche Schicht Aufbau verlängert die Zeit. Eine belastbare Aussage geben wir, sobald die ersten Messreihen vorliegen.
Mieten oder betreuen lassen
Für kleinere Vorhaben vermieten wir die Geräte mit Einweisung. Sie stellen sie selbst auf, kümmern sich um Strom und Kondensat und melden sich, wenn Sie unsicher sind. Diese Lösung passt zu Bauherren, die ohnehin täglich auf der Baustelle sind.
Bei größeren Flächen, engen Terminen und überall dort, wo mehrere Gewerke aufeinander warten, ist die betreute Bautrocknung sinnvoller. Wir planen die Anlage, kontrollieren regelmäßig, messen und geben den Untergrund frei. Die Verantwortung für den Zeitpunkt der Belegreife liegt dann bei uns, und das ist genau der Punkt, an dem sonst gestritten wird.
Was eine Neubautrocknung kostet
Der Preis ergibt sich aus Gerätezahl, Mietdauer, Anfahrt und dem gewünschten Umfang der Betreuung. Dazu kommt der Stromverbrauch, den der Bauherr trägt. Eine Neubautrocknung lässt sich gut kalkulieren, sobald Grundfläche, Estrichart und Zieltermin feststehen, und genau danach fragen wir am Telefon.
Gegenzurechnen ist, was ohne Trocknung passiert: Wochen Wartezeit, ein verschobener Einzug, im Zweifel eine zweite Miete, und im schlechtesten Fall ein Bodenbelag, der wegen Restfeuchte noch einmal gemacht werden muss. Anders als bei einem Wasserschaden zahlt hier keine Versicherung, die Kosten trägt der Bauherr oder sie stehen im Bauvertrag.
Neubautrocknung im Rohbau
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Erst wenn der Estrich belegreif ist, darf der Belag drauf, sonst gibt es später Schäden -
Stehendes Wasser wird zuerst abgezogen, dann trocknet das Gerät Raumluft und Estrich -
Gipsplatten ziehen Wasser aus dem Estrich, darum messen wir am unteren Plattenrand -
Frischer Putz und Beton geben lange Wasser ab, die Trocknung holt es vor dem Anstrich heraus -
Mehrere Messpunkte im Raum zeigen, wie gleichmäßig der Neubau abtrocknet -
Im Neubau steckt das meiste Wasser im Estrich, dort setzt die Trocknung an
Neubautrocknung: häufige Fragen
Wie lange dauert eine Neubautrocknung?
Die Trocknungszeit hängt von Fläche, Estrichart, Aufbaudicke und Temperatur ab. Anhydritestrich gibt sein Wasser schneller ab als Zementestrich, ein dicker Aufbau braucht länger als ein dünner. Nach den ersten Messreihen lässt sich der Verlauf abschätzen. Ohne technische Unterstützung beträgt die Dauer derselben Austrocknung ein Vielfaches.
Wann darf der Bodenleger anfangen?
Sobald die CM-Messung die Belegreife bestätigt. Die Grenzwerte richten sich nach Estrichart und geplantem Belag, für beheizte Estriche gelten strengere Werte als für unbeheizte. Den gemessenen Wert bekommen Sie und der Bodenleger schriftlich. Wer ohne diesen Nachweis verlegt, trägt das Risiko für Blasen, gelöste Kleber und Schimmel unter dem Belag.
Kann ich einfach die Fenster offen lassen?
Lüften hilft im Sommer, wenn kräftig quergelüftet wird, bei feuchter oder kalter Außenluft eher nicht. Im Winter bringt die kalte Luft kaum Aufnahmevermögen mit, und der Rohbau kühlt aus. Sobald Trockner laufen, ist Lüften tabu: Fenster und Türen bleiben geschlossen, sonst entzieht die Anlage der Außenluft Wasser statt dem Bauteil.
Wie viele Geräte brauche ich?
Wie viele Bautrockner Sie brauchen, ergibt sich aus Raumvolumen, Baustoff, Temperatur und Zieltermin, nicht allein aus der Quadratmeterzahl. Wir rechnen es Ihnen aus, wenn Sie Grundfläche, Geschosse, Bauzustand und den gewünschten Termin nennen. Zu wenige Bautrockner verlängern die Zeit erheblich, zu viele kosten Miete und Strom ohne zusätzlichen Nutzen.
Ist frischer Estrich sofort zu trocknen?
Nein, er braucht zuerst eine kontrollierte Phase zum Abbinden. Wird zu früh scharf getrocknet, entzieht die Anlage dem Zement das Wasser, das er für die Festigkeit braucht, und es entstehen Risse und aufgeschüsselte Ränder. Den richtigen Zeitpunkt stimmen wir mit dem Estrichleger ab, der die Rezeptur kennt.
Was kostet der Strom für die Geräte?
Trockner und Ventilatoren laufen durchgehend, der Verbrauch ist entsprechend spürbar und wird vom Bauherrn getragen. Wir notieren die Zählerstände bei Aufbau und Abbau, sodass Sie den Verbrauch genau kennen. Bei einer Baustromversorgung lohnt vorab der Blick auf die Absicherung, damit genügend Leistung zur Verfügung steht.
Brauche ich auch bei einem Massivhaus eine Bauheizung?
In der kalten Jahreszeit fast immer, wenn der Innenausbau weitergehen soll. Mauerwerk, Putz und Estrich bringen viel Feuchtigkeit ein, und ohne Wärme bleibt es im Bauteil. Frost im frischen Mörtel schädigt das Gefüge dauerhaft. Bei Holzbauweise ist die Menge geringer, die Bautrocknung aber ebenso wichtig für den Ausbau.
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