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Badsanierung: helles Bad mit freistehender Badewanne, Aufsatzwaschbecken und Wandarmaturen in Chrom

Ausbau und Wiederherstellung

Nach der Trocknung beginnt der Wiederaufbau: Boden, Fliesen, Wände, Küche, Elektrik. Dieser Bereich beantwortet die Fragen, die dabei aufkommen: Was lässt sich retten, was muss neu, in welcher Reihenfolge arbeiten die Gewerke, und wo verläuft die Grenze zwischen Wiederherstellung und Verbesserung, die Sie selbst zahlen.

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra, Geschäftsführer

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Leistungen und Fachbegriffe

Was nach der Trocknung kommt

Wenn die Geräte abgeholt sind, ist der Schaden nicht behoben, sondern nur getrocknet. Was dann folgt, ist der Wiederaufbau, und der dauert meistens länger als die Trocknung selbst. Er entscheidet auch darüber, wie die Wohnung am Ende aussieht.

Erst der Messwert, dann das erste Gewerk

Kein Belag kommt auf einen Untergrund, der noch Feuchte abgibt. Ein dichter Bodenbelag auf zu feuchtem Estrich sperrt die Restfeuchte ein, und sie sucht sich einen anderen Weg: unter den Belag, in die Wand, in die Dämmung. Das Ergebnis ist Schimmel unter neuem Laminat oder ein Parkett, das sich nach Monaten wölbt.

Der Zielwert heißt Belegreife und wird gemessen, nicht geschätzt. Erst wenn er erreicht ist, beginnt der Bodenleger. Dieselbe Regel gilt für Putz, Anstrich und Fliesen.

Ein Ansprechpartner statt sieben

Der Vorteil, wenn Trocknung und Wiederaufbau in einer Hand liegen, ist nicht der Preis, sondern die Terminkette. Niemand wartet auf einen Fliesenleger, der von einer anderen Baustelle kommt, und niemand diskutiert darüber, wer den offenen Estrich zu verantworten hat.

Wir übernehmen die Gewerke vom Trockenbau über Elektrik und Sanitär bis zu Boden, Fliesen, Malerarbeiten und Küchenmontage. Für ein Bad, das nach dem Schaden ohnehin neu aufgebaut werden muss, steht der Ablauf unter Badsanierung.

Wann gestrichen werden darf

Beim Anstrich wird am häufigsten zu früh angefangen, weil die Wand trocken aussieht. Entscheidend ist aber nicht die Oberfläche, sondern der Putz dahinter. Wird auf zu feuchten Untergrund gestrichen, löst sich die Farbe später in Blasen ab, und bei dichten Anstrichen bleibt die Feuchte im Putz eingesperrt.

Nach einer Trocknung ist der Untergrund deshalb auch für den Maler ein Messwert. Dazu kommt eine zweite Frage: Wasserränder schlagen durch normale Dispersionsfarbe hindurch, teils erst nach Wochen. Sie müssen vorher abgesperrt werden, sonst steht der Fleck wieder da. Was dazugehört, steht unter Maler- und Lackierarbeiten.

Der häufigste Fehler beim Boden

Ein durchnässter Bodenaufbau wird oft nur oben erneuert: alter Belag raus, neuer rein. Wenn darunter die Dämmschicht noch Feuchte trägt, ist das verlorene Arbeit. Der neue Belag sperrt ab, die Restfeuchte steigt in die Estrichplatte und die Wandanschlüsse, und nach einem halben Jahr riecht es.

Der Randstreifen gehört dabei genauso geprüft wie die Fläche. Über die Randfuge wandert Feuchte zwischen Estrich und Wand, und sie ist zugleich der Weg, über den bei der Dämmschichttrocknung gearbeitet wird. Wird sie beim Wiederaufbau einfach zugespachtelt, fehlt später jede Möglichkeit, an den Aufbau heranzukommen.

Die Reihenfolge der Gewerke

Sie ist fast immer gleich, und sie hat einen Grund. Zuerst kommen die Leitungen: Sanitär und Elektrik, solange die Wände offen sind. Dann folgt der Trockenbau, wo Wände oder Decken erneuert werden mussten. Danach der Estrich, wenn er ersetzt wurde, mit eigener Trocknungszeit.

Anschließend die Oberflächen: erst Fliesen im Bad, dann Maler, zuletzt der Bodenbelag im Wohnbereich. Die Küche kommt ganz am Ende, weil sie auf dem fertigen Boden steht und an fertige Anschlüsse geht.

Wer diese Reihenfolge umstellt, zahlt sie doppelt. Ein Boden, der vor dem Maler verlegt wird, muss abgedeckt werden und nimmt trotzdem Schaden.

Was sich retten lässt und was nicht

Hier lohnt eine ehrliche Einschätzung vor Ort, denn die Antwort hängt am Material. Fliesen auf einem tragfähigen Untergrund bleiben meistens liegen, wenn nur die Fugen betroffen waren. Massivparkett lässt sich abschleifen, wenn es nicht aufgeschüsselt ist. Laminat und die meisten Vinylbeläge sind nach einer Durchnässung Ausschuss, weil die Trägerplatte aufquillt.

Bei Wänden entscheidet die Tiefe. Ein Anstrich mit Wasserrand wird überstrichen, eine durchnässte Gipskartonwand wird ersetzt. Mineralischer Putz auf Mauerwerk übersteht mehr, als die Flecken vermuten lassen, Gipsputz deutlich weniger.

In Nassbereichen geht es zusätzlich um die Abdichtung unter den Fliesen. Fehlt sie oder wurde sie beschädigt, muss sie neu aufgebaut werden, sonst läuft das Wasser beim nächsten Duschen wieder in denselben Aufbau. Wie das gemacht wird, steht unter Fliesenarbeiten.

Wiederherstellung ist nicht Verbesserung

Das ist die Grenze, an der die meisten Diskussionen mit dem Versicherer entstehen, und sie ist einfach zu verstehen: Bezahlt wird der Zustand vor dem Schaden, nicht der Zustand, den man sich gewünscht hätte.

War im Bad ein Standardfliesenspiegel, wird ein Standardfliesenspiegel bezahlt. Wer bei der Gelegenheit das ganze Bad umbaut, zahlt die Differenz selbst. Das ist völlig legitim und oft sinnvoll, weil ohnehin alles offen ist. Es muss nur vorher klar getrennt und schriftlich festgehalten werden, sonst wird am Ende die ganze Rechnung gekürzt.

Gleiches gilt, wenn ein beschädigtes Material nicht mehr lieferbar ist. Dann wird das nächstähnliche genommen, und der Versicherer zahlt den vergleichbaren Wert, nicht die beste verfügbare Alternative.

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