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Versotteter Schornstein: Woher Feuchte und Flecken an der Wand kommen

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra

Die Antwort in Kürze

Fallen Abgase im Schornstein unter ihren Taupunkt, der bei Gas bei etwa 58 Grad und bei Öl bei etwa 49 Grad liegt, kondensiert Wasserdampf an den Wänden, und es droht nach Baunetz Wissen eine Versottung.[1] Das Kondensat dringt ins Mauerwerk und kann es auf Dauer durchfeuchten.[2] Erste Anzeichen sind gelb-braune Flecken in der Nähe des Schornsteins.[3]

Wie es zur Versottung kommt

Der Wasserdampf im Abgas entsteht nach Baunetz Wissen aus dem Wasserstoff im Brennstoff und aus der Feuchte der Verbrennungsluft, und wie hoch der Taupunkt liegt, hängt vom Brennstoff und vom Luftüberschuss ab.[1] Für die Kondensation zählt danach die Temperatur der Schornsteinwand, nicht die mittlere Abgastemperatur, die durchaus höher liegen kann, und kritisch sind vor allem außenliegende Schornsteinwände und der Austrittsbereich der Abgase.[1]

Die Schadstoffe im Abgas schlagen sich nach dem Portal Energie-Fachberater an den Innenwänden nieder und können zusammen mit kondensiertem Wasserdampf Schwefelsäure bilden, die den Schornstein von innen angreift.[4] Eine richtig eingestellte Heizung mildert die Versottung danach, ganz ausschließen lässt sie sich auf Dauer aber nicht.[4] Bei einer Ölheizung erreicht die Abgastemperatur in der Heizphase nach dem Portal oft über längere Zeit mehr als 150 Grad, bei milder Witterung sinkt sie deutlich, und diese Schwankungen strapazieren das Material stark.[4]

Alte Schornsteine, neue Heizungen

Entscheidend sind nach Baulinks die Abgastemperatur, der Feuchtegehalt der Abgase, der Querschnitt des Schornsteins und seine Wärmedämmung.[2] Einschalige Schornsteine aus einem einzigen Schacht ohne Innenrohr haben einen verhältnismäßig großen Querschnitt, die Abgase strömen langsamer und kühlen schneller aus, und an den kältesten Stellen, den Wänden und dem Schornsteinkopf, bildet sich Kondensat, das ins Mauerwerk eindringt.[2] Kamin- und Kachelöfen laufen danach nicht im Dauerbetrieb, und die großen Temperaturschwankungen beschleunigen die Durchfeuchtung.[2]

Moderne Heizungen arbeiten nach dem Portal Energie-Fachberater mit niedriger Abgastemperatur, dadurch schlägt sich mehr Wasserdampf im Schornstein nieder, und das Mauerwerk trocknet nicht mehr vollständig aus.[4] Beim Umstieg auf Brennwerttechnik sinkt die Abgastemperatur danach teilweise auf nur noch 50 Grad, und ein konventioneller Schornstein geht dann schnell kaputt.[4]

Woran Sie eine Versottung erkennen

Zu den ersten Anzeichen zählen nach dem Ratgeber von sanier.de gelb-braune Flecken nahe dem Schornstein, später greifen die Verfärbungen auf die Wohnwände über, und ein übler Geruch kommt hinzu.[3] Das säurehaltige Kondensat kann sich danach mit dem Mörtel zu einem gipsartigen Gemisch verbinden, das bei Feuchte quillt, das Mauerwerk sprengt und Risse bildet.[3] Verschleiß zeigt sich nach dem Portal Energie-Fachberater zuerst oben am Schornstein, am Kaminkopf wirkt sich die Versottung besonders stark aus.[4]

Wenn Abgase nicht richtig abziehen

Ein einschaliger, ungedämmter Schornstein kann nach Baulinks zu wenig Zug entwickeln, besonders wenn das Haus dicht gebaut ist oder parallel eine Lüftungsanlage oder Dunstabzugshaube läuft, und dann werden Abgase nicht vollständig abgeführt.[2] Die Folge können Geruchsbelästigung oder sogar gesundheitliche Schäden für die Bewohner sein.[2]

Riecht es beim Heizen nach Abgas, schaltet ein Kohlenmonoxidmelder an oder zieht der Ofen schlecht, nehmen Sie die Feuerstätte außer Betrieb, lüften und verständigen den Schornsteinfeger. Abgelagerter Ruß kann sich nach dem Portal Energie-Fachberater außerdem entzünden und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen, weshalb eine regelmäßige Reinigung unerlässlich ist.[4]

Was am Schornstein saniert wird

Der Sanierungsbedarf betrifft nach dem Portal Energie-Fachberater selten den kompletten Schornstein, meist nur den Kopf, und vielfach reicht es, die Fugen am Kaminkopf erneuern zu lassen, bei stärkeren Schäden mauert ein Fachbetrieb das obere Ende neu.[4] Wird nur der Kessel getauscht und nicht das ganze Heizsystem, reicht danach meist eine neue Dämmung des Kaminkopfs, für die es überstülpbare Komplettsysteme gibt.[4] Ist das Mauerwerk um den Schornstein durchfeuchtet, gelten für die Frage, wie nasses Mauerwerk trocknet, dieselben Regeln wie nach einem Wasserschaden.

Als sichere Lösung gegen Versottung nennt Baulinks mehrschalige Schornsteinsysteme mit integrierter Wärmedämmung, etwa mit keramischem Innenrohr.[2] Luft-Abgas-Systeme führen Verbrennungsluft und Abgas danach getrennt und erlauben den raumluftunabhängigen Betrieb eines Kamin- oder Kachelofens.[2] Welche Lösung passt, entscheiden Schornsteinfeger und Fachbetrieb gemeinsam mit Blick auf Heizung und Ofen.

Die fleckige Wand danach

Überstreichen, Alufolie oder neue Tapete helfen nach dem Ratgeber von sanier.de nicht gegen die Ursache, und auch ein sanierter Schornstein beseitigt die Flecken an der Wand nicht von selbst.[3] Damit sie nicht wieder durchscheinen, empfiehlt der Ratgeber Isolier- oder Absperrfarbe, weil herkömmliche Wandfarbe das nicht schafft.[3] Die Malerarbeiten mit solcher Farbe folgen erst, wenn die Wand trocken ist.

Vor dem Anstrich lohnt eine Feuchtemessung am Mauerwerk. Ist der Putz durchfeuchtet, mürbe oder mit Salzen belastet, wird er abgeschlagen und erneuert, und die Wand bekommt Zeit zum Austrocknen, bevor neu gestrichen oder tapeziert wird.

Häufige Fragen

Wer prüft, ob mein Schornstein versottet ist?

Der Schornsteinfeger: Regelmäßige Kontrollen und Instandhaltungen halten die Risiken nach dem Portal Energie-Fachberater unter Kontrolle, und bei einer neuen Heizung sollte auch der Schornstein geprüft werden.[4]

Trocknet die Wand nach der Sanierung von selbst?

Ist die Ursache am Schornstein beseitigt, kann das Mauerwerk austrocknen, das dauert je nach Wanddicke und Durchfeuchtung aber lange. Messungen zeigen, wann Putz und Anstrich erneuert werden können, und bis dahin bleibt die Oberfläche offen.

Kann ich die Flecken einfach überstreichen?

Mit normaler Wandfarbe nicht dauerhaft: Nach dem Ratgeber von sanier.de schlagen die Flecken durch, und erst Isolier- oder Absperrfarbe verhindert das.[3] Zuerst muss der Schornstein saniert sein.

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Belege

Quellen

  1. BauNetz Wissen (Heinze GmbH): Taupunkt der Abgase: Versottung des Schornsteins vermeiden. Fachwissen Heizung, Schornsteine und Abgase. Abgerufen am 08.10.2026. ↑1↑2↑3
  2. Baulinks (Fachportal Bau): Sind einschalige Schornsteine ein Bauschadensrisiko? (14.09.2005). Redaktionsbeitrag. Abgerufen am 08.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6↑7↑8
  3. sanier.de (Ratgeberportal): Versottung: Wenn der Schornstein zur Gefahr wird. Abschnitte Gefahr für Gebäude, Wohnqualität und Gesundheit sowie Nicht mit Schönheitsreparaturen über Schäden hinwegtäuschen. Abgerufen am 08.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6
  4. energie-fachberater.de: Auch Schornstein muss richtig gepflegt werden (10.02.2017). Abschnitte 1, 3 und 4. Abgerufen am 08.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6↑7↑8↑9↑10
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