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Bewerbung im Handwerk: Was gehört hinein?

Andre Wengorra, Geschäftsführer der STMB24Von Andre Wengorra

Die Antwort in Kürze

In eine Bewerbung gehören nach der Bundesagentur für Arbeit in der Regel ein Anschreiben, der Lebenslauf und Zeugnisse, und ein Foto ist keine Pflicht mehr.[1] Im Anschreiben begründest du nach der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein, warum du diesen Beruf lernen willst, warum bei diesem Betrieb und warum du passt, auf höchstens einer Seite.[2] Praktika, Aushilfsjobs und Ehrenamt gehören nach Handwerk Unterfranken ausdrücklich hinein.[3]

Was in die Mappe gehört

Ob online oder per Post, der Kern bleibt nach der Bundesagentur derselbe, und manche Unternehmen erwarten zusätzlich Arbeitsproben, ein Motivationsschreiben oder ein Video.[1] Deckblatt und Anlagenverzeichnis sind freiwillig, und ein Anlagenverzeichnis brauchst du nur bei einer größeren Anzahl an Dokumenten.[1] Ein Motivationsschreiben, auch dritte Seite genannt, gehört für Berufseinsteiger nach der Bundesagentur eher nicht dazu, und Arbeitsproben fordern Unternehmen meist konkret über die Stellenanzeige an.[1]

Die Reihenfolge ist nach der Bundesagentur Anschreiben, Lebenslauf, Foto, danach Zeugnisse und Bescheinigungen.[1] Üblich ist es, die letzten beiden Schulzeugnisse mitzuschicken, dazu Bescheinigungen und Nachweise, die für die Stelle wichtig sein können, und verschickt werden Kopien, die Originale bleiben bei dir.[1] Eine Bestätigung über ein Schülerpraktikum legst du ebenfalls bei, weil sie zeigt, dass du den Beruf schon kennengelernt hast.

Die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein nennt für die Mappe außerdem Bescheinigungen über Praktika, besondere Sprachkurse, Volkshochschulkurse und Computerkenntnisse.[2]

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist nach der Bundesagentur ein klassischer Brief mit deiner Adresse und der des Unternehmens, Ort und Datum, einer Betreffzeile mit der Stelle und einer persönlichen Anrede.[1] Der Text soll passgenau auf die Stelle zugeschnitten sein und zeigen, warum du dich gerade hier bewirbst und welche Kompetenzen und Erfahrungen du mitbringst.[1]

Zum Aufbau gehören nach der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein auch der Anlass der Bewerbung, etwa eine Anzeige oder ein vorheriges Telefonat, und eine kurze Darstellung deiner jetzigen Situation, zum Beispiel Schule und voraussichtlicher Abschluss.[2] Außerdem rät sie, drei Dinge zu begründen: warum du dich für diesen Ausbildungsberuf entschieden hast, warum du dich bei genau diesem Betrieb bewirbst und warum du der oder die Richtige für die Stelle bist.[2] Am Schluss stehen die Bitte um ein Vorstellungsgespräch, eine Grußformel und deine handschriftliche Unterschrift, nicht mit Bleistift.[2] Das Schreiben sollte nicht länger als eine Seite sein und für jeden Betrieb einzeln verfasst werden.[2] Fragen zur Ausbildungsvergütung stellst du besser im Gespräch als im Anschreiben.

Informier dich vorher über den Betrieb, damit du nach Handwerk Unterfranken direkt erklären kannst, warum genau diese Stelle die richtige für dich ist.[3] Bei einem Sanierungsbetrieb kannst du zum Beispiel schreiben, was dich an Wasserschäden, Trocknung oder Ausbau interessiert und was du dir auf der Website des Betriebs angesehen hast.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist nach der Bundesagentur das Herzstück deiner Bewerbung, er fasst deinen bisherigen Werdegang strukturiert zusammen, und Hobbys oder Ehrenämter kannst du kurz erwähnen.[1] Hinein gehören nach Handwerk Unterfranken Angaben zu deiner Person, praktische Erfahrungen wie Praktika und Ehrenamt, deine Schulbildung, persönliche Fähigkeiten wie Computer- und Sprachkenntnisse sowie Ort, Datum und Unterschrift.[3] Konkret wird es, wenn du nennst, was du im Praktikum gemacht hast, zum Beispiel Messwerte in ein Trocknungsprotokoll eingetragen.

Für eine Ausbildungsstelle fällt der Lebenslauf nach dem Portal kürzer aus als bei Fachleuten, die schon im Handwerk gearbeitet haben.[3] Das ist normal, ein kurzer und sauberer Lebenslauf ist besser als ein aufgeblähter. Lücken, etwa ein Jahr ohne Schule oder Job, erklärst du ehrlich in einem Satz. Wer sich gleich auf mehrere Ausbildungsplätze im Handwerk bewirbt, passt Lebenslauf und Anschreiben trotzdem für jeden Betrieb an.

Was im Handwerk zählt

Im Anschreiben solltest du nach Handwerk Unterfranken von Praktika, Aushilfsjobs und bisherigen Erfahrungen berichten, auch von ehrenamtlicher Arbeit in Vereinen, und Pluspunkte sammelst du mit handwerklichen Interessen und Fähigkeiten.[3] Hast du zu Hause schon gestrichen, Fliesen verlegt oder beim Umbau geholfen, schreib es hinein. Ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb zeigt, dass du weißt, worauf du dich einlässt. Hast du bei einem Umbau schon beim Aufmaß geholfen, zeigt das, dass du mit Zollstock und Zahlen umgehen kannst.

Ein Bewerbungsfoto ist nach der Bundesagentur keine Pflicht mehr, in vielen Branchen aber weiterhin üblich, und wenn du eins mitschickst, dann ein professionelles aus dem Fotostudio, kein Selfie mit dem Handy.[1]

Digital bewerben

Bei einer Bewerbung per E-Mail wandelst du nach der Bundesagentur jedes Dokument in ein PDF um und führst alles zu einer Gesamtdatei zusammen, bei Online-Portalen lädst du die Dokumente eher einzeln hoch.[1] Handwerk Unterfranken empfiehlt ebenfalls, alle Unterlagen in einer PDF-Datei zusammenzufügen und an die E-Mail anzuhängen, aufgebaut wie eine klassische Mappe mit Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und Anhang.[3]

Lass zum Schluss eine Person deines Vertrauens alles gegenlesen, denn Tippfehler kommen nach der Bundesagentur selten gut an.[1] Rechtschreibfehler machen nach der Kreishandwerkerschaft den ersten Eindruck kaputt, und die Unterlagen sollten frei von Flecken und Falten sein.[2]

Nach dem Abschicken

Nach ein paar Tagen kannst du nach der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein telefonisch nachfragen, ob deine Unterlagen angekommen sind und wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst.[2] Fürs Vorstellungsgespräch informierst du dich gründlich über den Betrieb, überlegst dir eigene Fragen zum Unternehmen und zum Ablauf der Ausbildung, bist pünktlich und nimmst deine Unterlagen ausgedruckt mit.[2] Im Gespräch zählen nach der Kreishandwerkerschaft auch Körpersprache und Blickkontakt, und deine Kleidung sollte zu dir und zur angestrebten Stelle passen.[2]

Üben kannst du das Gespräch nach Handwerk Unterfranken vorher mit Freunden oder Eltern, etwa mit Fragen nach deinen Stärken, warum du diesen Beruf lernen willst und warum gerade bei diesem Betrieb.[3] Wenn du dich für eine Ausbildung bei uns interessierst, schick uns deine Bewerbung.

Häufige Fragen

Muss ein Foto in die Bewerbung?

Nein. Ein Bewerbungsfoto ist nach der Bundesagentur für Arbeit keine Pflicht mehr.[1]

Wie lang darf das Anschreiben sein?

Höchstens eine DIN-A4-Seite, so empfiehlt es Handwerk Unterfranken.[3]

Klingt nach deinem Beruf?

Die Kurzbewerbung dauert drei Minuten: Name, Kontakt, fertig. Kein Anschreiben nötig.

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Belege

Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsunterlagen: Das gehört rein. Abschnitte Aufbau, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto, Zeugnisse, Häufige Fragen zur digitalen Bewerbung. Abgerufen am 06.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6↑7↑8↑9↑10↑11↑12↑13
  2. Kreishandwerkerschaft Mittelholstein: Bewerbungstipps. Abschnitte Bewerbungsmappe, Inhalte des Anschreibens, Tipps 1 bis 3, Vorstellungsgespräch. Abgerufen am 06.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6↑7↑8↑9↑10
  3. Handwerk Unterfranken (Versorgungswerk der Unterfränkischen Innungen): Tipps für die Bewerbung als Azubi im Handwerk. Abschnitte Digitale Bewerbungsmappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsgespräch. Abgerufen am 06.10.2026. ↑1↑2↑3↑4↑5↑6↑7↑8
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